Oktober 2026
Schriftliche Prüfung HP-Psychotherapie, 14. Oktober 2026
Lösungen Gruppe A:
1: A // 2: B+D // 3: E // 4: B // 5: A // 6: C // 7: C // 8: A+E // 9: C+E // 10: D+E // 11: A // 12: B+E // 13: D // 14: E // 15: C // 16: C // 17: B+E // 18: D // 19: C+D // 20: C+E // 21: E // 22: E // 23: B // 24: B+D // 25: B // 26: A // 27: C // 28: B //
Lösungen Gruppe B:
1: C+E // 2: C // 3: C+E // 4: D+E // 5: C+D // 6: A // 7: B // 8: E // 9: B+D // 10: C // 11: D // 12: B+E // 13: C // 14: A // 15: B+E // 16: E // 17: E // 18: B // 19: C // 20: C // 21: B // 22: A // 23: A // 24: A+E // 25: B // 26: D // 27: E // 28: B+D //
HPP-Prüfungsfragen 14. Oktober 2026
Gruppe A
Hinweis: Die Zahl nach den zwei Schrägstrichen entspricht der Aufgabenziffer in Gruppe B
Frage 1 // 6 (P 26-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
(1) Eine Behandlung ohne Einwilligung des Patienten kann eine Körperverletzung darstellen.
(2) Eine wirksame Einwilligung setzt grundsätzlich ein vorheriges Aufklärungsgespräch voraus.
(3) Eine Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.
(4) Eine einmal erteilte Einwilligung gilt grundsätzlich für alle weiteren Behandlungen desselben Leidens.
(5) Eine Einwilligung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich dokumentiert wurde
□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
Frage 2 // 9 (P26-2): Mehrfachauswahl. Welche Merkmale sind typisch für eine schizotype Störung? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Ausgeprägte manische Stimmungslage mit gesteigertem Antrieb.
□ B Auffällige, eigentümliche Überzeugungen oder magisches Denken.
□ C Wiederkehrende Panikattacken mit vegetativen Symptomen.
□ D Sozialer Rückzug und ausgeprägtes Unbehagen in zwischenmenschlichen Beziehungen.
□ E Zwanghafte Rituale zur Reduktion von Angst.
Frage 3 // 17 (P 26-2): Aussagenkombination.
Welche Aussagen zu Medikamenten und Suizidalität sind richtig?
(1) Bestimmte Medikamente besitzen nachweislich suizidpräventive Eigenschaften.
(2) Eine wirksame Einwilligung setzt grundsätzlich ein vorheriges Aufklärungsgespräch voraus.
(3) Eine Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.
(4) Eine einmal erteilte Einwilligung gilt grundsätzlich für alle weiteren Behandlungen desselben Leidens.
(5) Eine Einwilligung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich dokumentiert wurde.
□ A Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
Frage 4 // 18 (P26-2): Einfachauswahl.
Ein 29-jähriger Mann berichtet, seit etwa einem Jahr überzeugt zu sein, dass seine Kollegen heimlich Informationen über ihn sammeln und ihn gezielt ausspionieren würden. Er verneint glaubhaft Stimmenhören und Ich-Störungen. Die Arbeitsfähigkeit scheint weitgehend erhalten, der Patient wirkt misstrauisch, aber im Denken geordnet und im Affekt adäquat. Welche Diagnose ist am ehesten zu erwägen. Wählen Sie eine Antwort.
□ A Paranoide Persönlichkeitsstörung
□ B Wahnhafte Störung
□ C Paranoide Schizophrenie
□ D Zwangsstörung
□ E Anpassungsstörung
Frage 5 // 23 (P26-2): Einfachauswahl.
Ein 45-jähriger Patient wird Ihnen wegen zunehmender Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen und depressiver Verstimmung vorgestellt. Angehörige berichten zusätzlich über seit Monaten bestehende unwillkürliche und unregelmäßige Bewegungen von Armen und Gesicht. - Welche Einschätzung trifft am ehesten zu? Wählen Sie eine Antwort.
□ A Die Kombination aus psychischen Veränderungen und Bewegungsstörungen spricht für eine mögliche organische Ursache.
□ B Die Beschwerden sprechen primär für eine depressive Episode mit psychomotorischer Unruhe.
□ C Die auffälligen Bewegungen sind Ausdruck einer funktionellen (psychogenen) Störung.
□ D Die Bewegungsstörungen sprechen am ehesten für eine Angststörung.
□ E Die Beschwerden sind Ausdruck einer Anpassungsstörung.
Frage 6 // 13 (P26-2): Einfachauswahl. Welche Aussage zur Intelligenzminderung ist falsch?
Wählen Sie eine Antwort.
□ A Eine Intelligenzminderung kann zusammen mit jeder anderen psychischen Störung auftreten.
□ B Zur Beurteilung der Schwere der Intelligenzminderung werden standardisierte Intelligenztests eingesetzt.
□ C Die leichte Intelligenzminderung zeigt im Gegensatz zur mittelgradigen Intelligenzminderung keine Verzögerung der Sprachentwicklung.
□ D Bei der mittelgradigen Intelligenzminderung sind Motorik und Sprache verzögert entwickelt und auch soziale Fähigkeiten sind gestört.
□ E Durch rehabilitative Maßnahmen lassen sich die kognitiven Fähigkeiten und die soziale Anpassung verbessern.
Frage 7 // 10 (P26-2): Einfachauswahl. Bei welchen der folgenden verhaltenstherapeutischen Methoden spielt das Konzept der reziproken Hemmung eine zentrale Rolle? Wählen Sie eine Antwort.
□ A Reizüberflutung (Flooding)
□ B Expositionstherapie ohne Entspannungstechniken
□ C Systematische Desensibilisierung
□ D Gedankenstopp-Technik
□ E Kognitive Umstrukturierung
Frage 8 // 24 (P26-2): Mehrfachauswahl. elche der folgenden Befunde sprechen für eine akute neurologische Ursache, die eine sofortige ärztliche Abklärung erfordert? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Plötzlich einsetzende halbseitige Lähmung und Sprachstörung
□ B Fluktuierende Depersonalisation in Belastungssituationen
□ C Über Monate zunehmende Konzentrationsprobleme
□ D Kribbeln in den Fingern während einer Panikattacke bei einem Patienten mit bekannter Angststörung
□ E Nackensteifigkeit und Schmerzen bei Beugung des Kopfes
Frage 9 // 1 (P26-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu Anfällen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Dissoziative Anfälle gehen regelhaft mit einem pathologischen EEG einher.
□ B Ein seitlicher Zungenbiss spricht eher für einen dissoziativen Anfall.
□ C Postiktale Verwirrtheit ist typisch für epileptische Anfälle.
□ D Verletzungen treten bei dissoziativen Anfällen häufiger auf als bei epileptischen Anfällen.
□ E Dissoziative Anfälle zeigen häufig ein situationsabhängiges Auftreten.
Frage 10 // 4 (P26-2): Mehrfachauswahl. Welche Symptome sind typisch für eine manische Episode? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Verminderte Selbstüberschätzung
□ B Ausgeprägte Antriebshemmung
□ C Gesteigerte Kritikfähigkeit gegenüber dem eigenen Verhalten
□ D Deutlich gesteigerter Antrieb
□ E Vermindertes Schlafbedürfnis ohne ausgeprägte Müdigkeit.
Frage 11 // 14 (P26-2): Einfachauswahl. Ein 26-jähriger Patient berichtet über plötzlich auftretende Episoden intensiver Angst mit Herzklopfen, Schweißausbrüchen und Atemnot. Die Symptome erreichten innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und klängen danach wieder ab. - Welche der folgenden Diagnosen ist am ehesten zu erwägen. Wählen Sie eine Antwort.
□ A Panikstörung
□ B Zwangsstörung
□ C Somatisierungsstörung
□ D Schizophrene Psychose
□ E Wahnhafte Störung.
Frage 12 // 15 (P26-2): Mehrfachauswahl.
Eine 82-jährige Frau wird von ihrer Tochter vorgestellt. Die Tochter berichtet, die Mutter sei seit dem Vortag verwirrt, erkenne ihre Umgebung kaum wieder und berichte davon, Tiere im Zimmer zu sehen. Zudem sei die Patientin am Tag zuvor wegen eines Harnwegsinfektes bei ihrem Hausarzt gewesen. Die Patientin selbst wirkt somnolent und kann in der Untersuchung die Aufmerksamkeit nicht halten. –Welche Einordnungen sind am wahrscheinlichsten. Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Schizophrene Psychose
□ B Delir
□ C Schwere Depression mit psychotischen Symptomen
□ D Demenz
□ E Medikamentennebenwirkung mit psychotischen Symptomen..
Frage 13 // 11 (P26-2): Einfachauswahl. Eine 33-jährige Patientin stellt sich wegen einer seit Monaten bestehenden depressiven Stimmung vor. Im Gespräch sagt sie: „Eigentlich wäre es für alle einfacher, wenn ich nicht mehr da wäre. – Was ist der angemessendste nächste Schritt? Wählen Sie eine Antwort.
□ A Zunächst eine strukturierte Depressionsdiagnostik durchführen, um den Schweregrad zu bestimmen.
□ B Die Patientin beruhigen und betonen, dass sich depressive Episoden meist wieder bessern.
□ C Eine kurzfristige Krisenintervention anbieten und einen Wiedervorstellungs-termin in wenigen Tagen vereinbaren.
□ D Die Patientin direkt nach konkreten Suizidgedanken, -planungen und -vorbereitungen fragen.
□ E Nach aktuellen Belastungsfaktoren in Familie und Beruf fragen.
Frage 14 // 16 (P26-2): Einfachauswahl. Welche Aussage beschreibt am ehesten ein charakteristisches Merkmal einer wahnhaften Überzeugung“ Wählen Sie eine Antwort.
□ A Die Überzeugung wird als eigene, aber übertriebene Vorstellung erkannt.
□ B Die Überzeugung tritt nur in belastenden Situationen auf.
□ C Die Überzeugung wird als unsinnig erlebt.
□ D Die Überzeugung verschwindet durch logische Argumente.
□ E Die Überzeugung bleibt trotz eindeutiger Gegenbeweise unverrückbar bestehen.
Frage 15 // 20 (P26-2): Einfachauswahl. Ein 42-jähriger Mann stellt sich in Ihrer Praxis vor. Seit drei Wochen schlafe er nur 2-3 Stunden pro Nacht, fühle sich außergewöhnlich leistungsfähig und plane, seine gesamten Ersparnisse in eine riskant wirkende Geschäftsidee zu investieren. Er wirkt deutlich beschleunigt, unterbricht Sie mehrfach und berichtet, „endlich klarer zu denken als je zuvor.“ Auf Nachfrage verneint er klar und glaubhaft Suizidgedanken. Somatisch ist er bislang unauffällig, Alkohol- oder Drogenkonsum werden verneint. - Was ist das richtige Vorgehen? Wählen Sie eine Antwort.
□ A Beginn einer verhaltenstherapeutischen Intervention zur Impulskontrolle.
□ B Psychoedukation und Vereinbarung eines Kontrolltermins in zwei Wochen.
□ C Sofortige fachpsychiatrische Beurteilung veranlassen.
□ D Entspannungsverfahren zur Schlafregulation veranlassen.
□ E Abklärung auf ADHS im Erwachsenenalter.
Frage 16 // 19 (P 26-2): Aussagenkombination. Ein Patient mit einer bekannten paranoiden Schizophrenie erscheint unangekündigt in Ihrer Praxis. Er wirkt stark erregt, spricht laut und unzusammenhängend und schlägt mehrfach mit der Faust auf den Tisch. Er beschuldigt andere Personen, ihm schaden zu wollen. Auf Ansprache reagiert er zunehmend aggressiv. Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
(1) In einer solchen Situation sollte zunächst auf die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer geachtet werden.
(2) Eine unmittelbare ausführliche psychotherapeutische Exploration sollte begonnen werden, um die Ursachen der Erregung zu klären.
(3) Es kann notwendig sein, ärztliche oder andere professionelle Hilfe hinzuzuziehen.
(4) Der Patient sollte deutlich auf sein unangemessenes Verhalten hingewiesen werden.
(5) Es kann hilfreich sein, eine Position im Raum einzunehmen, die ausreichend Distanz ermöglicht und einen freien Zugang zum Ausgang offenlässt.
□ A Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
Frage 17 // 12 (P26-2): Mehrfachauswahl. Ein 35-jähriger Mann wird von Angehörigen vorgestellt. Seit zwei Tagen spreche er kaum noch, sitze über Stunden regungslos auf einem Stuhl und reagiere nur verzögert auf Ansprache. Gelegentlich verharre er in ungewöhnlichen Körperhaltungen. Nahrung und Flüssigkeit habe er kaum zu sich genommen. - Welche Maßnahmen sind am ehesten angemessen? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Eine ausführliche biographische Anamnese erheben.
□ B Eine umgehende ärztliche bzw. psychiatrische Abklärung veranlassen.
□ C Den Patienten zunächst weiter beobachten und einen Termin in einigen Tagen vereinbaren.
□ D Den Patienten zu körperlicher Aktivität motivieren, um die Starre zu lösen.
□ E Auf mögliche körperliche Komplikationen durch Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel achten.
Frage 18 // 26 (P 26-2): Aussagenkombination. Systemische Psychotherapie ist als anerkanntes Richtlinienverfahren der Erwachsenen- sowie der Kinder- und Jugendtherapie im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung verankert. Welche Aussagen zur systemischen Psychotherapie sind richtig?
(1) In der Paar- und Familientherapie wird die psychische Störung eines Familienmitglieds unter systemischen Gesichtspunkten betrachtet.
(2) Systematische Desensibilisierung ist ein Therapieverfahren der systemischen Psychotherapie.
(3) Systemische Familientherapie ist ein Therapieverfahren der systemischen Psychotherapie.
(4) Schematherapie ist ein Therapieverfahren der systemischen Psychotherapie.
(5) Voraussetzung für die Anwendung der systemischen Psychotherapie ist, dass sich die teilnehmenden Familienmitglieder vom Problem betroffen fühlen und aktiv in der Therapie mitarbeiten wollen.
□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
Frage 19 // 5 (P26-2): Mehrfachauswahl. Welche Merkmale sind typisch für eine posttraumatische Belastungsstörung? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Größenwahn
□ B Zwanghafte Kontrollrituale
□ C Intrusionen
□ D Vermeidung von Situationen, die an das Trauma erinnern
□ E Manische Stimmungslage
Frage 20 // 3 (P26-2): Mehrfachauswahl. Im Erstgespräch berichtet eine 18-jährige Klientin von wiederholt auftretenden und stetig wechselnden körperlichen Symptomen. Sie gehe häufig zu Ärzten, aber alle Untersuchungen seien ohne auffälligen Befund. Sie beschreibt, dass sie zunehmend verzweifelt sei und sich mehr und mehr zurückziehe. Sie vermuten eine Somatisierungsstörung. - Welche der folgenden Aussagen in Bezug auf die Diagnose einer Somatisierungsstörung (F45.0) gemäß ICD-10 sind richtig?
Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Zur Diagnosestellung dürfen sich die Symptome ausschließlich auf das gastrointestinale oder kardiovaskuläre System beziehen.
□ B Ein Teil der Symptomatik muss bereits in der Pubertät vorgelegen haben.
□ C Die Symptome müssen mindestens zwei Jahre vorgelegen haben.
□ D Die Diagnose einer Somatisierungsstörung setzt zwingend voraus, dass keine zusätzlichen depressiven Symptome vorliegen.
□ E Es findet sich keine hinreichende somatische Erklärung der Symptomatik..
Frage 21 // 27 (P26-2): Einfachauswahl. Eine 58-jährige Patientin fällt seit mehreren Monaten durch ene zunehmende Enthemmung, Taktlosigkeit und Planungsprobleme auf. Zusätzlich klagt sie über neu auftretende Kopfschmerzen. Angehörige berichten, dass sie früher eher zurückhaltend war. - Welche Aussage trifft am ehesten zu? Wählen Sie eine Antwort.
□ A Die beschriebenen Veränderungen sprechen für eine depressive Episode.
□ B Die Symptome weisen auf eine Alzheimer-Demenz mit frühem Beginn hin.
□ C Persönlichkeitsveränderungen im mittleren Lebensalter sind meist Ausdruck einer Belastungsreaktion.
□ D Psychosoziale Konflikte sind der wahrscheinliche Auslöser.
□ E Die zeitgleich aufgetretenen Kopfschmerzen könnten Hinweis auf eine organische Ursache sein.
Frage 22 // 8 (P 26-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
(1) Persönlichkeitsstörungen sind durch überdauernde und situationsübergreifende Muster des Erlebens und Verhaltens gekennzeichnet.
(2) Bei der Diagnostik einer Persönlichkeitsstörung sollten aktuell bestehende andere psychische Störungen berücksichtigt werden, da sie die Beurteilung der Persönlichkeitsstörung beeinflussen können.
(3) Die auffälligen Persönlichkeitsmerkmale müssen in der Regel seit der Adoleszenz oder dem frühen Erwachsenenalter bestehen.
(4) Eine Persönlichkeitsstörung kann auch vorliegen, wenn sich die Auffälligkeiten nur in einzelnen sozialen Situationen zeigen.
(5) Für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung ist eine Beeinträchtigung wichtiger Funktionsbereiche erforderlich.
□ A Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
Frage 23 // 7 (P 26-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Persönlichkeitsstörungen mit ausgeprägter Beeinträchtigung der sozialen und beruflichen Funktionsfähigkeit treffen zu?
(1) Die Schwierigkeiten entstehen überwiegend durch belastende äußere Lebensumstände, unabhängig vom Lebensalter.
(2) Die Verhaltensmuster bestehen typischerweise über viele Jahre und zeigen sich in verschiedenen Lebensbereichen.
(3) In ausgeprägten Fällen können Impulsdurchbrüche oder selbstschädigende Handlungen auftreten.
(4) Die Symptomatik tritt typischerweise episodisch auf und bildet sich zwischen den Episoden vollständig zurück.
(5) Die Betroffenen erleben ihr Verhalten häufig nicht als krankhaft, sondern eher als zu ihrer Persönlichkeit gehörig.
□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
Frage 24 // 28 (P26-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu dissoziativen Störungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Die dissoziative Identitätsstörung ist durch das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Persönlichkeiten im Bewusstsein gekennzeichnet.
□ B Eine dissoziative Fugue kann mit plötzlichem Ortswechsel und Identitätsverwirrung einhergehen.
□ C Die dissoziative Amnesie betrifft ausschließlich das prozedurale Gedächtnis.
□ D Dissoziative Störungen sind durch eine gestörte Integration von Bewusstsein, Identität, Gedächtnis oder Wahrnehmung gekennzeichnet.
□ E Dissoziative Störungen sind häufig organisch bedingt.
Frage 25 // 25 (P 26-2): Aussagenkombination. Was wird im Heilpraktikergesetz geregelt?
(1) Die Sorgfaltspflicht
(2) Das Verbot zur Ausübung der Heilkunde im Umherziehen
(3) Die Weiterbildungspflicht
(4) Die Voraussetzungen zur Erteilung einer Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, ohne als Arzt bestellt zu sein
(5) Die Pflicht Hilfe im medizinischen Notfall zu leisten.
□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
Frage 26 // 22 (P 26-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Einteilung von affektiven Störungen sind korrekt?
(1) Depressive Episoden werden nach Schweregrad unterteilt.
(2) Depressionen werden unter anderem kategorial nach Episoden (monophasisch oder rezidivierend) unterteilt.
(3) Unabhängig vom Schweregrad wird unterschieden, ob Depressionen mit psychotischen Symptomen oder ohne psychotische Symptome auftreten.
(4) Die larvierte oder maskierte Depression ist eine eigenständige Diagnose in der ICD-10.
(5) Im Rahmen von affektiven Störungen wird zwischen unipolaren und bipolaren Erkrankungen unterschieden.
□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
Frage 27 // 2 (P26-2): Einfachauswahl.Welches der folgenden Symptome ist kein neuropsychologisches Symptom, das im Rahmen einer Demenz auftreten kann? Wählen Sie eine Antwort.
□ A Aphasie
□ B Agnosie
□ C Anisokorie
□ D Alexie
□ E Apraxie.
Frage 28 // 21 (P26-2): Einfachauswahl. Die 27-jährige Patientin berichtet in Ihrer Praxis, dass sie regelmäßig unkontrollierbare Essanfälle erlebe, bei denen sie innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Nahrung zu sich nehme. Sie empfinde dabei einen Kontrollverlust ubd könne nicht aufhören zu essen, auch wenn sie bereits unangenehm gesättigt sei. Nach den Essanfällen fühle sie sich oft beschämt und niedergeschlagen. Allerdings verzichte sie auf Maßnahmen wie Erbrechen, exzessiven Sport oder den Gebrauch von Abführmitteln, um ihr Gewicht zu kontrollieren. - Welche Diagnose einer psychischen Störung ist am wahrscheinlichsten? Wählen Sie eine Antwort.
□ A Bulimia nervosa
□ B Binge-Eating-Störung
□ C Anorexia nervosa
□ D Adipositas Grad II
□ E Zwangsstörung im Rahmen von Nahrungsaufnahme
HPP 26-2: Prüfungsfragen mit Lösungen und Kommentaren
Frage 1: Patienteneinwilligung
□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
Zu 5: Eine Einwilligung kann schriftlich oder mündlich erfolgen.
Frage 2: Schizotype Störung
□ B Auffällige, eigentümliche Überzeugungen oder magisches Denken.
□ D Sozialer Rückzug und ausgeprägtes Unbehagen in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Frage 3 : Medikamente und Suizidalität
□ E Alle Aussagen sind richtig
Frage 4: Fallgeschichte "Wahn"
□ B Wahnhafte Störung
Zu C: Kein Stimmenhören, keine Ich-Störungen! Also keine Schizophrenie
Frage 5: Fallgeschichte "Bewegungen von Armen und Gesicht"
□ A Die Kombination aus psychischen Veränderungen und Bewegungsstörungen spricht für eine mögliche organische Ursache.
Frage 6: Intelligenzminderung - welche Aussage ist FALSCH?
□ C ist falsch! Auch bei einer leichten Intelligenzminderung kommt es zu einer Verzögerung der Sprachentwicklung.
Frage 7: Konzept der reziproken Hemmung
□ C Systematische Desensibilisierung
Frage 8: Akute neurologische Ursache
□ A Plötzlich einsetzende halbseitige Lähmung und Sprachstörung (z.B. bei Schlaganfall/Hirnblutung)
□ E Nackensteifigkeit und Schmerzen bei Beugung des Kopfes (z.B. bei Hirnhautentzündung/Meningitis)
Frage 9 : Anfälle
□ C Postiktale Verwirrtheit ist typisch für epileptische Anfälle.
□ E Dissoziative Anfälle zeigen häufig ein situationsabhängiges Auftreten.
Zu C: Postiktal = nach einem epileptischen Anfall auftretend
Frage 10: Manische Episode
□ D Deutlich gesteigerter Antrieb
□ E Vermindertes Schlafbedürfnis ohne ausgeprägte Müdigkeit.
Frage 11: Episoden intensiver Angst
□ A Panikstörung
Frage 12: Verwirrtheitszustand nach Harnweginfekt
□ B Delir
□ E Medikamentennebenwirkung mit psychotischen Symptomen.
Zu B: Die Frau ist 82 Jahre alt. Vor allem bei älteren Menschen kann ein Delir durch eine akute körperliche Erkrankung (häufig: Harnweginfekt oder Lungenentzündung) ausgelöst werden. Auch Medikamente können ein Delir auslösen.
Zu E: Auch Schmerzmittel (oft Opioide) können die in der Fallgeschichte beschriebenen Symptome verursachen. Vor allem die optischen Halluzinationen wären hierfür typisch.
Frage 13: Depression und Suizidalität
□ D Die Patientin direkt nach konkreten Suizidgedanken, -planungen und -vorbereitungen fragen.
Frage 14: Charakteristisches Merkmal einer wahnhaften Überzeugung
□ E Die Überzeugung bleibt trotz eindeutiger Gegenbeweise unverrückbar bestehen.
Frage 15: Therapeutisches Vorgehen bei Manie .
□ C Sofortige fachpsychiatrische Beurteilung veranlassen.
Frage 16 : Selbstschutz bei aggressivem Verhalten eines Patienten mit Schizophrenie
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
Frage 17: Maßnahmen bei Verdacht auf katatone Schizophrenie
□ B Eine umgehende ärztliche bzw. psychiatrische Abklärung veranlassen.
□ E Auf mögliche körperliche Komplikationen durch Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel achten.
Frage 18: Systemische Psychotherapie
□ D Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
Zu 4: Die Schematherapie verbindet Techniken der kognitiven VT mit Elementen der Gestalttherapie, der Bindungstherapie und tiefenpsychologischen Ansätzen. Im Zentrum stehen früh erworbene negative Verhaltensmuster („Schemas“), die verhindern, dass Menschen ihre emotionalen Grundbedürfnisse entwickeln und leben können.
Frage 19 : Posttraumatische Belastungsstörung
□ C Intrusionen
□ D Vermeidung von Situationen, die an das Trauma erinnern
Frage 20: Fallgeschichte: Stetig wechselnde körperliche Symptome
□ C Die Symptome müssen mindestens zwei Jahre vorgelegen haben.
□ E Es findet sich keine hinreichende somatische Erklärung der Symptomatik..
Frage 21: Fallgeschichte: Enthemmung und Kopfschmerzen
□ E Die zeitgleich aufgetretenen Kopfschmerzen könnten Hinweis auf eine organische Ursache sein.
Frage 22: Persönlichkeitsstörungen
□ E Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
Zu 4: ICD-10: Die abweichenden Muster müssen in MEHR als einem der folgenden Bereiche vorliegen: 1. Kognition – 2. Affektivität – 3. Impulskontrolle – 4. Zwischenmenschliche Beziehungen (= soziale Situationen)
Frage 23: Persönlichkeitsstörungen mit Beeinträchtigung der sozialen/beruflichen Funktionsfähigkeit
□ B Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
Zu 5: Oft keine Krankheitseinsicht bei Persönlichkeitsstörungen, deshalb in vielen Fällen kein Bedürfnis nach Therapie.
Frage 24: Dissoziativen Störungen
□ B Eine dissoziative Fugue kann mit plötzlichem Ortswechsel und Identitätsverwirrung einhergehen.
□ D Dissoziative Störungen sind durch eine gestörte Integration von Bewusstsein, Identität, Gedächtnis oder Wahrnehmung gekennzeichnet.
Zu A: Vorsicht Falle. ICD-10: Typisch ist das Vorhandensein „unterschiedlicher Persönlichkeiten innerhalb eines Individuums, von denen zu einem bestimmten Zeitpunkt jeweils nur eine [im Bewusstsein] in Erscheinung tritt“
Frage 25: Was wird im Heilpraktikergesetz geregelt?
□ B Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
Kommentar: Die Sorgfalts- und Weiterbildungspflicht zählt zu den Berufspflichten des HPs, die stehen nicht im Heilpraktikergesetz. Erste Hilfe bei Notfällen zählt zu den für jeden Bürger geltenden rechtlichen Verpflichtungen
Frage 26: Einteilung von affektiven Störungen
□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
Zu 3: Vorsicht Falle! Depressionen mit psychotischen Symptomen treten nach ICD-10 nur bei schwergradigen Depressionen auf. „Unabhängig vom Schweregrad“ ist also falsch.
Zu 4: Die larvierte Depression ist in der ICD-10 kein eigenständiges Krankheitsbild (mit eigener Ziffer). Sie kann unter F32.8 „Sonstige depressive Episoden“ diagnostiziert werden
Frage 27: Neuropsychologische Symptome im Rahmen einer Demenz -was ist FALSCH!
□ C Anisokorie (unterschiedliche Pupillenweite der beiden Augen)
Zu B: Agnosie = Unfähigkeit, Sinneseindrcke (z.B. Personen, Gesichter, Gegenstände, Geräusche, taktile Eindrücke) zu erkennen.
Zu D: Alexie: Unfähigkeit zu lesen
Zu E: Apraxie: Unfähigkeit, erlernte Bewegungen oder praktische Handlungen korrekt auszuführen.
Frage 28: Essanfälle ohne Erbrechen
□ B Binge-Eating-Störung