Schriftliche Prüfung HP-Psychotherapie, 18. März 2026

Lösungen Gruppe A:
1:  B+C  // 2:  A  // 3:  C+E  // 4:  B+D  // 5:  A  // 6:  D  // 7:  E  // 8:  E  // 9:  D  // 10:  C+D  // 11:  B+E  // 12:  C  // 13:  D+E  // 14:  D  // 15:  A+E  // 16:  D  // 17:  B  // 18:  B+E  // 19:  A  // 20:  A+C  // 21:  D  // 22:  A+C  // 23:  D  // 24:  B+D  // 25:  D  // 26:  D  // 27:  B  // 28:  B  //

Lösungen Gruppe B:
1:  A  // 2:  E  // 3:  C+D  // 4:  B+E  // 5:  D  // 6:  D  // 7:  D  // 8:  B  // 9:  B  // 10:  D  // 11:  B+E  // 12:  A+E  // 13:  D  // 14:  B  // 15:  C+E  // 16:  D+E  // 17:  C  // 18:  E  // 19:  A  // 20:  A+C   // 21:  D  // 22:  B+C  // 23:  B+D  // 24:  D  // 25:  D  // 26:  A+C  // 27:  B+D  // 28:  A  //

HPP-Prüfungsfragen 18. März 2026

Gruppe A

Hinweis: Die Zahl nach den zwei Schrägstrichen entspricht der Aufgabenziffer in Gruppe B

Frage 1 // 22 (P26-1) Mehrfachauswahl. Wählen Sie zwei Antworten!
Herr B., 86 Jahre, wird von seiner Ehefrau in Ihre Praxis gebracht. Seit dem Vortag wirke er zunehmend verwirrt, könne sich schlecht konzentrieren und finde sich außerhalb der Wohnung nicht mehr zurecht. Nachts sei er unruhig, tagsüber schläfrig. Außerdem sei er in den letzten Monaten häufig vergesslich gewesen, habe Wortfindungsstörungen gezeigt, öfter seine Schlüssel verlegt und sich z. B. beim Online-Banking schwergetan. Seit zwei Tagen klage er zudem über Brennen beim Wasserlassen. - Welche der folgenden Verdachts-Diagnosen sind die wahrscheinlichsten?
☐ A Schlaf-Apnoe-Syndrom
☐ B  Alzheimer-Demenz
☐ C  Delir bei Infektion
☐ D  Leichte depressive Episode
☐ E  Schizoaffektive Störung

Frage 2 // 19 (P26-1) Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zu psychiatrischen Notfällen sind richtig? Ein psychiatrischer Notfall ...
1. ist ein Zustand, der einen unmittelbaren Handlungszwang zur Abwendung von Lebensgefahr oder von anderen schwerwiegenden Folgen mit sich bringt.
2. erfordert eine sofortige, an der akuten Symptomatik orientierte Therapie.
3. entsteht immer auf der Grundlage einer vorbestehenden psychiatrischen Erkrankung.
4.  muss auf einer psychiatrischen Station behandelt werden.
5. erfordert eine Einweisung nach dem jeweils gültigen Landesgesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Erkrankungen.
☐ A  Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
☐ B  Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
☐ C  Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
☐ D  Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
☐ E  Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

Frage 3 // 15 (P26-1) Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu somatoformen Störungen sind richtig? Wählen Sie zwei Antworten!
☐ A Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung beruht auf physiologischen Prozessen im peripheren vegetativen Nervensystem.
☐ B Somatoforme Störungen können auch ohne somatische Abklärung diagnostiziert werden.
☐ C Bei der klassischen Somatisierungsstörung sind multiple, wiederholt auftretende und häufig wechselnde körperliche Symptome charakteristisch.
☐ D Daumenlutschen und Nägelkauen gehören zu den somatoformen Störungen.
☐ E Pathognomonisch für die somatoforme autonome Funktionsstörung sind subjektive Symptome, die so geschildert werden, als beruhten sie auf einem System oder Organ, das weitgehend oder vollständig vegetativ innerviert ist.

Frage 4 // 23 (P26-1) Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu Bewusstseinsstörungen sind richtig? Wählen Sie zwei Antworten!
☐ A  Ein komatöser Patient kann durch das Setzen starker Schmerzreize erweckt werden.
☐ B  Man unterscheidet quantitative und qualitative Bewusstseinsstörungen
☐ C  Bei Somnolenz ist ein Patient schläfriger als bei Sopor.
☐ D  Benommenheit gehört zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen.
☐ E  Qualitative Bewusstseinsstörungen beeinträchtigen nicht die Kontaktierbarkeit des Betroffenen.

Frage 5 // 1 (P26-1) Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen auf die paranoide Persönlichkeitsstörung zu?
1. Die Störung ist durch ein tiefgreifendes, überdauerndes Misstrauen gegenüber anderen Menschen gekennzeichnet.
2. Betroffene zeigen häufig eine emotionale Kälte und Neigung zu sozialen Rückzügen.
3. Die Störung gehört zum schizophrenen Formenkreis.
4. Typisch ist ein tief verwurzeltes, anhaltendes Verhaltensmuster.
5. Die Behandlung erfolgt primär medikamentös mit Antipsychotika.
☐ A  Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
☐ B  Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
☐ C  Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
☐ D  Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
☐ E  Alle Aussagen sind richtig

Frage 6 // 21 (P26-1) Einfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu Persönlichkeitsstörungen in der ICD-1O ist falsch?
☐ A  Die schizoide Persönlichkeitsstörung ist u. a. gekennzeichnet durch ein einzelgängerisches Verhalten und ein nur begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken.
☐ B  Patienten mit einer abhängigen (asthenischen) Persönlichkeitsstörung verlassen sich bei Entscheidungen häufig passiv auf andere
☐ C  Die dissoziale Persönlichkeitsstörung inkludiert auch die sogenannte „soziopathische" und „psychopathische" Persönlichkeitsstörung.
☐ D  Patienten mit einer histrionischen Persönlichkeitsstörung versuchen Aufmerksamkeit zu vermeiden und neigen zu sozialem Rückzug.
☐ E  Der impulsive Typ ist ein Sub-Typ der emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung.

Frage 7 // 18 (P26-1) Einfachauswahl
Zur Abklärung einer psychischen Erkrankung muss eine ausführliche Anamnese erhoben werden.
Welche der folgenden Aussagen zur Erhebung der Anamnese ist richtig?
☐ A  Die Anamnese sollte möglichst mit dichotomen (geschlossenen) Fragen erhoben werden.
☐ B  Frühere Erkrankungen sind nicht Teil der Anamnese.
☐ C  Aktuelle Lebensumstände und die Biographie spielen keine Rolle.
☐ D  Allergien sollten nur aufgenommen werden, wenn entsprechende Testergebnisse vorliegen.
☐ E  Ziel der Anamnese sind Diagnosefindung, Therapieplanung und Risikobewertung.

Frage 8 // 2 (P26-1) Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur International Classification of Diseases (ICD) sind richtig?
1.  In Deutschland werden Erkrankungen, Verletzungen und andere gesundheitliche Umstände gemäß der ICD-10 kodiert.
2.  Neben der ICD-10 gibt es andere Klassifikationssysteme, z.B. DSM-5.
3.  Im Kapitel G00 bis G99 (der ICD-10) sind psychische und Verhaltensstörungen kodiert
4. In der ICD-I0 sind die Kriterien definiert, nach denen die einzelnen Diagnosen vergeben werden können.
5. Wenn ein Patient / eine Patientin die Kriterien für zwei psychische Erkrankungen erfüllt, muss die Diagnose gewählt werden, bei der die höhere Anzahl von Kriterien erfüllt wird
☐ A  Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
☐ B  Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
☐ C  Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
☐ D  Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
☐ E  Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

Frage 9 // 10 (P26-1) Einfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu Zwangsstörungen ist richtig?
☐ A  Zwangsstörungen werden in aller Regel als Ich-synton erlebt.
☐ B  Die Enuresis nocturna des Kindesalters gehört zu den Zwangsstörungen.
☐ C  Menschen mit einer Zwangsstörung können die Sinnlosigkeit oder Ineffizienz ihrer Zwangshandlungen krankheitsbedingt nicht erkennen.
☐ D  Stereotype Zwangshandlungen werden oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Schadensereignis erlebt.
☐ E  Zwangsgedanken werden von den Betroffenen nicht als quälend erlebt

Frage 10 // 3 (P26-1) Mehrfachauswahl. Wählen Sie zwei Antworten.
Welche zwei der folgenden Aussagen zum Vulnerabilitäts-Stress-Modell sind richtig?
☐ A  Genetische Faktoren spielen im Vulnerabilitäts-Stress-Modell keine Rolle
☐ B  Empathie ist der Hauptbestandteil der individuellen Vulnerabilität.
☐ C  Bei den meisten psychischen Erkrankungen geht man von einer multifaktoriellen Genese aus.
☐ D  Bei schweren Belastungen und / oder bei Substanzmissbrauch können auch Menschen mit einer geringen Vulnerabilität erkranken.
☐ E  Natürliche Veränderungen (z. B. Adoleszenz oder Menopause) sind keine Stressoren im Sinne des Vulnerabilitäts-Stress-Modells.

Frage 11 // 4 (P26-1) Mehrfachauswahl. Wählen Sie zwei Antworten.
Das AMDP-System ist ein anerkannter Standard zur methodischen Dokumentation psychiatrischer Befunde. Welche zwei der folgenden Aussagen zum psychopathologischen Befund sind richtig?
☐ A  Unter Konzentrationsstörungen versteht man eine Herabsetzung oder Aufhebung der Fähigkeit, Informationen länger als ca. 60 Minuten zu speichern.
☐ B  Eine Auffassungsstörung bezeichnet eine Störung der Fähigkeit, Äußerungen und Texte in ihrer Bedeutung zu verstehen.
☐ C  Grübeln gehört zu den inhaltlichen Denkstörungen.
☐ D  Ratlosigkeit ist eine formale Denkstörung.
☐ E  Beim systematisierten Wahn können die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Inhalten logisch oder auch paralogisch sein.

Frage 12 // 17 (P26-1) Einfachauswahl
Herr M., 21 Jahre, Ausbildung zum Bürokaufmann, berichtet von Antriebslosigkeit, Interessenverlust und Schuldgefühlen seit ca. 6 Wochen. Er schlafe viel, fühle sich morgens besonders schlecht und habe manchmal passive Todeswünsche. Auf Nachfrage berichtet der Patient: vor zwei Jahren habe er eine etwa einwöchige Phase mit deutlich erhöhter Energie, vermindertem Schlafbedürfnis und übertriebenen Online-Käufen erlebt.
Welche der folgenden Diagnosen trifft am ehesten zu?
☐ A  Unipolare depressive Episode
☐ B  Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion
☐ C  Bipolare affektive Störung, gegenwärtig depressive Episode
☐ D  Dysthymie
☐ E  Schizoaffektive Störung

Frage 13 // 16 (P26-1) Mehrfachauswahl.
Welche zwei der folgenden Aussagen zum dopaminergen System sind richtig?
☐ A  Dopamin ist ein ausschließlich zentralnervöser Botenstoff.
☐ B  Laut der Dopaminhypothese ist eine Überaktivität des dopaminergen Systems der Auslöser des Parkinsonsyndroms.
☐ C  Dopamin ist die alleinige Ursache für Suchterkrankungen.
☐ D  Laut der Dopaminhypothese ist eine Überaktivität des dopaminergen Systems der Auslöser schizophrener Symptome.
☐ E  Haloperidol ist eines der (historisch) ersten antipsychotisch wirksamen Medikamente.

Frage 14 // 25 (P26-1) Einfachauswahl
Welches der folgenden Symptome gehört zu den Ich-Störungen?
☐ A  Sprachverarmung
☐ B  Apathie
☐ C  Gedankenabriss
☐ D  Gedankenentzug
☐ E  Negativismus

Frage 15 // 12 (P26-1) Mehrfachauswahl
Im Jahr 2023 beendeten ca. 10.300 Menschen in Deutschland ihr Leben durch einen Suizid. Schätzungen zufolge lag die Anzahl der Suizidversuche rund zehn Mal so hoch. Welche zwei der folgenden Aussagen zu Suizidalität sind richtig?
☐ A Die Mehrzahl der vollendeten Suizide wurde von Männern im Alter von 50 Jahren und darüber durchgeführt.
☐ B Frühere Suizidversuche sind kein Risikofaktor für einen vollendeten Suizid im Verlauf.
☐ C Suizide und Suizidversuche stehen zwangsläufig im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen.
☐ D Einem Suizid geht stets ein präsuizidales Syndrom voraus.
☐ E Maßnahmen zur Suizidprävention wie z. B. das Sichern von hohen Gebäuden durch Absperrgitter oder Fangnetze sind Teil der sogenannten Verhältnisprävention.

Frage 16 // 5 (P26-1) Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zu depressiven Störungen sind richtig?
1.  Zur Diagnose einer depressiven Störung gemäß ICD-10 müssen mindestens zwei Hauptsymptome vorliegen.
2.  Suizidgedanken oder -handlungen gehören zu den Hauptsymptomen der Depression
3.  Interessenverlust oder Freudlosigkeit gehören zu den Hauptsymptomen der Depression.
4.  Neben einem verminderten Appetit kann bei der Depression auch ein gesteigerter Appetit auftreten.
5.  Der Schweregrad einer Depression wird anhand der Anzahl der Haupt- und Zusatzsymptome bestimmt.
☐ A  Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
☐ B  Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
☐ C  Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
☐ D  Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
☐ E  Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

Frage 17 // 8 (P26-1) Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur bipolaren Störung sind richtig?
1.  Die Diagnose einer bipolaren Störung kann nach Feststellung je einer depressiven und einer manischen oder hypomanischen Phase gestellt werden.
2. Das Rezidivrisiko ist bei der bipolaren Störung generell als hoch bis sehr hoch einzustufen
3. Eine Behandlung in den akuten Phasen der Erkrankung ist ausreichend.
4. „Rapid Cycling" bezeichnet schnell aufeinanderfolgende depressive Episoden.
5. Der Einsatz einer sogenannten „Phasenprophylaxe" sollte erwogen werden.
☐ A  Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
☐ B  Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
☐ C  Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
☐ D  Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
☐ E  Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

Frage 18 // 11 (P26-1) Mehrfachauswahl. Wählen Sie zwei Antworten!
Welche der folgenden Störungen gehören (gemäß ICD-10) zu den anhaltenden affektiven Störungen? 
☐ A  Depressive Episode
☐ B  Dysthymie
☐ C  Bipolare Störung
☐ D  Manie
☐ E  Zyklothymie

Frage 19 // 28 (P26-1) Einfachauswahl
Bei einer Depression können auch wahnhafte oder psychotische Symptome auftreten. Welche der folgenden Aussagen zur wahnhaften Depression ist richtig?
☐ A  Wenn bei einer Depression wahnhafte oder psychotische Symptome auftreten, ist diese stets als schwergradig einzustufen.
☐ B  Psychotische Symptome im Rahmen einer Depression treten ausschließlich in Form von akustischen Halluzinationen auf.
☐ C  Die große Mehrheit der schwergradigen Depressionen gehen mit psychotischen Symptomen einher.
☐ D  Ein typisches Wahnthema bei der wahnhaften Depression ist der Größenwahn
☐ E  Eine medikamentöse Behandlung ist bei einer wahnhaften Depression nicht indiziert.

Frage 20 // 26 (P26-1) Mehrfachauswahl 
Welche zwei der folgenden Aussagen zur Schizophrenie sind richtig?
☐ A  Eine psychopharmakologische Behandlung mit Antipsychotika ist zentraler Bestandteil der Akut-Therapie.
☐ B  Eine Demenzerkrankung kann eine Schizophrenie auslösen
☐ C  Die Konkordanzrate bei Schizophrenie liegt bei eineiigen Zwillingen bei nahe 50%.
☐ D  Cannabiskonsum kann das Erkrankungsrisiko vermindern.
☐ E  Die Mehrzahl der Neuerkrankungen geht auf Hirnerkrankungen oder Drogenkonsum zurück.

Frage 21 // 24 (P26-1) Aussagenkombination
Welche der  Aussagen zur emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ sind richtig?
1. Selbstverletzendes Verhalten ist ein obligates Symptom zur Diagnosestellung.
2. Impulsives Verhalten ist auch ein Diagnosekriterium des Borderline-Typs.
3. Die Mehrzahl der von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung Betroffenen berichtet von traumatischen Ereignissen in der Vorgeschichte
4. Insbesondere impulsive Verhaltensweisen sind einer geeigneten psychotherapeutischen Behandlung gut zugänglich und können gebessert werden.
5. Die medikamentöse Behandlung spielt eine entscheidende Rolle in der Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
☐ A  Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
☐ B  Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
☐ C  Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
☐ D  Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
☐ E  Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

Frage 22 // 20 (P26-1) Mehrfachauswahl
Welche zwei der folgenden Aussagen zum Parkinsonoid sind richtig?
☐ A  Zur klassischen Symptomatik gehören Rigor, Tremor und Akinese.
☐ B  Ein Parkinsonoid kann mit Antipsychotika behandelt werden.
☐ C  Ein Parkinsonoid kann durch Antipsychotika verursacht werden.
☐ D  Ein hoher Lithiumspiegel spricht gegen ein Parkinsonoid
☐ E  Parkinsonoid ist ein Synonym für die Parkinson-Erkrankung

Frage 23 // 7 (P26-1) Aussagenkombination
Herr L., 24 Jahre, wird von seiner Schwester vorgestellt. Seit ca. drei Monaten wirke er zunehmend zurückgezogen, spreche wenig und reagiere oft verspätet auf Fragen. Weiter gibt die Schwester ergänzend an, ihr Bruder wirke manchmal „verängstigt" und sei misstrauisch gegenüber Fremden. Der Patient selbst berichtet, Stimmen zu hören, die ihm sagen würden, er sei „schlecht", und dass er überzeugt sei, dass andere ihn beobachten würden. In der Arbeit falle es ihm schwer, Aufgaben zu planen oder zu Ende zu bringen. - Welche der folgenden Diagnosen kommen am ehesten in Betracht?
1. Paranoide Schizophrenie
2. Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
3. Schizoaffektive Störung
4. Bipolare affektive Störung, manische Episode
5. Angststörung
☐ A  Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
☐ B  Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
☐ C  Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
☐ D  Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
☐ E  Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 24 // 27 (P26-1) Mehrfachauswahl
Welche zwei der folgenden Aussagen zu Dokumentations- und Schweigepflichten von Heilpraktikern sind richtig?
☐ A  Heilpraktiker haben ein Zeugnisverweigerungsrecht gemäß § 53 StPO.
☐ B  Heilpraktiker unterliegen der zivilrechtlichen Schweigepflicht.
☐ C  Heilpraktiker stehen unter der Disziplinaraufsicht ihrer Berufsverbände.
☐ D  Heilpraktiker haben hinsichtlich ihrer Dokumentation nur eine allgemeine Sorgfaltspflicht
☐ E  Vor Gericht müssen Heilpraktiker aufgrund der Schweigepflicht in keinem Fall aussagen.

Frage 25 // 13 (P26-1) Einfachauswahl
Je nach Testverfahren haben IQ-Werte meist einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15. Welche der folgenden Aussagen zur lntelligenz ist richtig?
☐ A Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat einen IQ-Wert zwischen 85 und 115.
☐ B Menschen mit einem IQ von >115 werden auch als „intellektuell hochbegabt" bezeichnet.
☐ C Bei einer Intelligenzminderung ist das Risiko, an einer psychischen Störung zu erkranken, deutlich vermindert.
☐ D Ab einem IQ von unter 70 spricht man von einer Intelligenzminderung, was einer geistigen Behinderung entspricht.
☐ E Eine Intelligenzminderung geht immer mit einer deutlichen Verhaltensstörung einher.

Frage 26 // 6 (P26-1) Einfachauswahl
Welche der Aussagen zu Suchterkrankungen ist richtig?
☐ A  In der Kategoriengruppe F1 in der ICD-10 werden neben den substanzbezogenen auch die verhaltensbezogenen Suchterkrankungen erfasst.
☐ B  Infolge der (Teil-)Legalisierung von Cannabis kann die Diagnose einer Cannabisabhängigkeit nicht mehr vergeben werden.
☐ C  Eine Suchterkrankung im engeren Sinne liegt nur vor, wenn bei Abstinenz körperliche Entzugssymptome auftreten.
☐ D  Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Abhängigkeitserkrankungen spielt das limbische System.
☐ E  Das Suchtpotential von Cannabis ist deutlich höher als das von Alkohol oder Nikotin.

Frage 27 // 14 (P26-1) Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur Einwilligungsfähigkeit sind richtig?
1. Vor dem Beginn einer Behandlung muss der Heilpraktiker/ die Heilpraktikerin die Einwilligungsfähigkeit des Patienten / der Patientin feststellen.
2. Besteht keine Geschäftsfähigkeit, liegt auch keine Einwilligungsfähigkeit vor.
3. Besteht keine Einwilligungsfähigkeit, liegt auch keine Geschäftsfähigkeit vor. 
4. Bei Jugendlichen hängt die Einwilligungsfähigkeit nicht nur vom Alter, sondern auch von der individuellen geistigen und sittlichen Reife ab.
5. Bei Jugendlichen ist Einwilligungsfähigkeit in der Regel ab dem vollendeten 16. Lebensjahr anzunehmen.
☐ A  Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
☐ B  Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
☐ C  Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
☐ D  Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
☐ E  Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

Frage 28 // 9 (P26-1) Einfachauswahl. Welche der Aussagen zu Orientierungsstörungen ist falsch?
☐ A Ein vollständiger psychopathologischer Befund muss auch Aussagen zur Orientierung enthalten
☐ B Es gibt (drei) Dimensionen der Orientierung.
☐ C Orientierungsstörungen können stabil oder fluktuierend auftreten.
☐ D Bei der Beschreibung von Orientierungsstörungen sollte der Schweregrad mit angegeben werden.
☐ E Eine schwergradige Desorientierung kann freiheitsentziehende Maßnahmen begründen.

HPP 26-1: Prüfungsfragen mit Lösungen und Kommentaren

Frage 1 // 22: 86-Jähriger mit Alzheimer und Delir
B+C sind richtig
Zu C: Das Brennen beim Wasserlassen könnte ein Hinweis auf eine ernste Infektionserkrankung sein, die zusätzlich zur Alzheimer Demenz aufgetreten ist. Menschen mit Alzheimer haben ein deutlich höheres Risiko, bei körperlichen Belastungen (z.B. bei einer Blasenentzündung oder nach einer Operation) ein Delir zu entwickeln.

Frage 2 // 19: Psychiatrische Notfälle
A: Nur 1 und 2 sind richtig

Frage 3 // 15: Somatoforme Störungen
C und E sind richtig
Zu E: "Pathognonomisch" bedeutet: typisch/charakteristisch für das Krankheitsbild

Frage 4 // 23: Bewusstseinsstörungen
B+D sind richtig
Zu E: Bei Patienten mit einer qualitativen Bewusstseinsstörung, z.B. einem akuten Verwirrtheitszustand ist eine normale Kontaktaufnahme oft beeinträchtigt, manchmal auch nicht mehr möglich.

Frage 5 // 1: Paranoide PS
A: Nur 1 und 4 sind richtig
Zu 2: Falsch. Nicht verwechseln! Emotionale Kälte und Neigung zu sozialen Rückzügen sind typisch für die schizoide PS.
Zu 3: Falsch. Nicht verwechseln! 
Der aus dem Englischen übernommene Begriff „paranoid“ bedeutet „extrem misstrauisch“ und hat nichts mit einem Verfolgungswahn („Paranoia“) zu tun, der oft bei Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis (z.B. Schizophrenie; akute Psychose; wahnhafte Störung) auftritt.

Frage 6 // 21: Persönlichkeitsstörungen
FALSCH (deshalb anzukreuzen) ist Aussage D
Zu C: Richtig (= nicht anzukreuzen): „Psychopath“ und „Soziopath“ sind umgangssprachliche Ausdrücke für Menschen mit einer schweren Störung der Persönlichkeit. Zu den typischen Merkmalen zählen ein weitgehendes oder völliges Fehlen von Empathie, dissoziales Verhalten, mangelnde Impulskontrolle und manipulatives Verhalten.  Die „psychopathische Persönlichkeitsstörung“ wird in der ICD-10 unter F60.9 "Persönlichkeitsstörung, nicht näher bezeichnet" als „pathologische Persönlichkeit“ erwähnt. Die Merkmale der psychopathischen und soziopathischen PS wurden in der ICD-10 in die Diagnosekriterien der dissozialen PS integriert.

Frage 7 // 18: Anamnese
Aussage E ist richtig
Zu A: Zu Beginn des Anamnesegesprächs sollte der Klient/die Klientin die Möglichkeit haben, mit eigenen Worten den momentanen Zustand zu schildern. Der Therapeut greift hier wenig ein, stellt offene Fragen wie z. B. „Wie geht es Ihnen heute/momentan?“ – „Vielleicht können Sie mir kurz schildern, warum Sie therapeutische Hilfe suchen?“ – „Welche Probleme haben Sie zu mir geführt?“ usw. Geschlossenen Fragen, die nur eine Antwort zulassen (z.B. Ja…Nein…; Auswahl eines Symptoms aus zwei oder drei Vorschlägen) sind erst im späteren Verlauf der Therapie sinnvoll und notwendig.

Frage 8 // 2: ICD-10
E: Nur 1, 2 und 4 sind richtig
Zu 5: Falsch. Wenn die Kriterien für zwei psychische Erkrankungen erfüllt sind, werden in der ICD-10 als auch der ICD-11 zwei Diagnosen vergeben, z.B. Dissoziale Persönlichkeitsstörung ( F60.2) plus „Abhängigkeit von Alkohol“ (F10.2)

Frage 9 // 10: Zwangsstörungen
Aussage D ist richtig
Zu A: Falsch. Die Zwangsgedanken und Zwangshandlungen werden nicht als ich-synton (dem eigenen Wesen entsprechend) empfunden, sondern als ich-dyston erlebt, als sinnlos, nicht im Einklang mit dem eigenen Ich.

Frage 10 // 3: Vulnerabilitäts-Stress-Modell
C und D sind richtig

Frage 11 // 4 : AMDP - Psychopathologischer Befund
B und E sind richtig
Zu A: Falsch. Als Konzentrationsstörung bezeichnet man die eingeschränkte Fähigkeit, die Aufmerksamkeit über längere Zeit auf eine Aufgabe zu richten oder bei einer Sache zu bleiben.
Zu E: Richtig. Als systematisierten Wahn bezeichnet man ein System von Wahnvorstellungen („Wahngebäude“), die logisch verknüpft, in sich geschlossen und über längere Zeit stabil sind. Die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Wahninhalten können logisch sein oder bei genauerem Hinsehen Widersprüche, falsche Schlussfolgerungen oder nicht nachvollziehbare „paralogische“ Begründungen enthalten.

Frage 12 // 17: Fallgeschichte Bürokaufmann (bipolar)
Aussage C ist richtig

Frage 13 // 16: Dopaminerges System
D und E sind richtig
Zu A: Falsch. Dopamin wird nicht nur im Gehirn (z.B. in der „substantia nigra“) produziert, sondern auch in Teilen des peripheren Nervensystems, z.B. im Magen-Darm-Trakt zur Regulierung der Darmbewegung; in den Nieren zur Förderung der Urinbildung und Steuerung der Salzausscheidung; in den Nebennieren als Vorstufe von Adrenalin und Noradrenalin.
Zu C: Falsch. Dopamin ist Teil des Belohnungssystems im Gehirn. Problematisch wird es, wenn durch den Konsum von Drogen oder durch Verhaltenssüchte wie Computer- oder Glücksspielsucht unnatürlich hohe Mengen an Dopamin freigesetzt werden, so dass Betroffene immer wieder nach der Dopaminausschüttung verlangen und süchtig werden. Allerdings spielen noch andere Faktoren bei der Entstehung von Sucht eine wichtige Rolle: genetische und psychosoziale Faktoren; Selbstmedikation bei psychischen oder körperlichen Erkrankungen; Stress und psychische Überlastung; mangelnde Impulskontrolle durch eine reduzierte Aktivität des präfrontalen Kortex u.a.m.

Frage 14 // 25: Ich-Störungen
Aussage D ist richtig

Frage 15 // 12: Suizidalität
A und E sind richtig
Zu E: Richtig. Im Gegensatz zur Verhaltensprävention (die am Verhalten des Einzelnen ansetzt) versteht man unter Verhältnisprävention Maßnahmen, die die Umwelt und die Lebensbedingungen so verändern, dass Suizidhandlungen erschwert oder verhindert werden. Dazu zählen z.B. die Sicherung von Brücken, hohen Gebäuden, Bahngleisen, sichere Aufbewahrungspflichten von Schusswaffen, Begrenzung der Packungsgröße von bestimmten Medikamenten u.a.m.

Frage 16 // 5: Depressive Störungen
D: Nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig
Zu 4: Neben einem verminderten Appetit kann bei der Depression auch ein gesteigerter Appetit auftreten, 
z.B. bei der atypischen Depression. Weitere Merkmale der atypischen Depression: erhöhtes Schlafbedürfnis (Hypersomnie) und bleierne Müdigkeit in Armen und Beinen. Im Gegensatz zur klassischen Depression kann sich die Stimmung bei positiven Ereignissen kurzfristig aufhellen.

Frage 17 // 8: Bipolare Störung
B Nur 1, 2 und 5 sind richtig

Frage 18 // 11: Anhaltende affektive Störungen
B und E sind richtig

Frage 19 // 28: Wahnhafte Depression
Aussage A ist richtig

Frage 20 // 26 : Schizophrenie
A und C sind richtig

Frage 21 // 24: Borderline
D Nur 2, 3 und 4 sind richtig

Frage 22 // 20: Parkinsonoid
A und C sind richtig
Zu D: Falsch. Lithium kann die Basalganglien im Gehirn beeinflussen – den Bereich, der für die Bewegungssteuerung zuständig ist. Wenn der Lithiumspiegel zu hoch ist, können typische Parkinson-Symptome auftreten, die als Lithium-induziertes Parkinsonoid bezeichnet werden.

Frage 23 // 7: Fallgeschichte - drei mögliche Diagnosen
D: Nur 1, 2 und 3 sind richtig
Zu 1: Die wahnhafte Überzeugung, „dass andere ihn beobachten“ (Beziehungs- und Verfolgungswahn) ist typisch für eine Schizophrenie, auch das Verängstigt-sein und das Misstrauen gegenüber Fremden würde dazu passen. Weitere Erst- oder Zweitrangsymptome müssten erfragt werden, um die Diagnose zu stützen. 
Zu 2: Der Mann hat eine Reihe depressiver Symptome, die eher für eine mittelgradige als eine schwere depressive Episode typisch sind: Er hat Konzentrationsstörungen, „wirkt zunehmend zurückgezogen“, spricht wenig, hat Probleme, Aufgaben zu planen oder zu Ende zu bringen, geht aber noch zur Arbeit. Symptome des somatischen Syndroms fehlen ebenso wie die Kernsymptome „ausgeprägte Antriebsstörung“, „Verlust von Freude und Interesse“. Durch Nachfragen müsste geklärt werden, ob alle drei Hauptsymptome plus mindestens 5 Zusatzsymptome vorhanden sind, um die Diagnose schwere depressive Episode zu rechrfertigen.
Zu 3: Herr L. hat gleichzeitig depressive und schizophrene Symptome. Die dazu passende Diagnose ist schizoaffektive Störung, ggw. depressiv.

Frage 24 // 27: Dokumentations- und Schweigepflicht
B und D sind richtig
Zu D: Richtig (offizielle Lösung). Die allgemeine Sorgfaltspflicht gilt für alle Bürger und beinhaltet das allgemeine menschliche Verhalten (z.B. die Pflicht, niemand fahrlässig zu schädigen; rutschige Böden kennzeichnen; Feuerlöscher in der Praxis u.a.m.). Anders die fachspezifische Sorgfaltspflicht für Ärzte und Heilpraktiker, die sich aus dem Behandlungsvertrag ergibt. In der juristischen Fachliteratur zählt die zeitnahe und lückenlose Dokumentation der Behandlung ebenso zu den Berufspflichten des Arztes oder Heilpraktikers wie die diagnostische Sorgfalt und die Aufklärungspflicht. Aussage D wäre also falsch, war jedoch anzukreuzen.

Frage 25 // 13: Intelligenz
Aussage D ist richtig
Zu A: Falsch. Nicht 33 %, sondern etwa 68 % der Menschen haben einen IQ zwischen 85 und 115, was normaler Intelligenz entspricht.
Zu B: Falsch. Erst bei einem IQ > 130 gilt jemand als hochbegabt. Menschen mit einem IQ von 116-129 haben eine überdurchschnittliche Intelligenz.
Zu D: D Richtig. Die leichte Intelligenzminderung liegt bei einem IQ von 69-50 (< 70).
Zu E Falsch. ICD-10: „Mit der vierten Stelle kann das Ausmaß der Verhaltensstörung mit den Kategorien F70-F79 näher gekennzeichnet werden. Beispiel: F7x.0: Keine oder geringfügige Verhaltensstörungen“.

Frage 26 // 6: Suchterkrankungen
Aussage D ist richtig

Zu A: Falsch. Verhaltensbezogene (nicht stoffgebundene) Suchterkrankungen sind z.B. das Pathologische Glücksspiel (Gambling Disorder), die Computerspielsucht (Gaming Disorder), die Sex- und Pornosucht, die Kaufsucht, die Sportsucht und die Social-Media-Sucht (Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung). Verhaltenssüchte dieser Art sind in der Kategoriengruppe F1 der ICD-10 nicht enthalten.
Zu D: Richtig. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Abhängigkeitserkrankungen spielt das (meso)limbische System (Belohnungssystem). Suchtstoffe wie Alkohol, Nikotin, illegale Drogen greifen direkt in dieses System ein und bewirken eine unnatürlich hohe Dopamin-Ausschüttung. Das hierbei empfundene Glücksgefühl ist um ein Vielfaches stärker als das Glücksgefühl bei natürlichen Belohnungen.

Frage 27 // 14: Einwilligungsfähigkeit
B: Nur 1, 4 und 5 sind richtig
Kommentar: Geschäftsfähigkeit ist nicht dasselbe wie Einwilligungsfähigkeit. Die Geschäftsfähigkeit regelt, ob jemand wirksame Verträge abschließen kann. Die Einwilligungsfähigkeit beschreibt die Fähigkeit einer Person, die Tragweite, Risiken und den Nutzen einer medizinischen Maßnahme (z. B. Operation, Therapie) zu verstehen und danach zu entscheiden. Die Einwilligungsfähigkeit hängt nicht vom Alter ab, sondern ob z.B. ein 15-jähriger (beschränkt geschäftsfähig) die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs/der Therapie erfassen und nach dieser Einsicht eine freie Entscheidung treffen kann. Umgekehrt kann ein unter Betreuung stehender Maniker durch Einwilligungsvorbehalt nur beschränkt geschäftsfähig sein, trotzdem ist er i.d.R. einwilligungsfähig, wenn es z.B. um die Tragweite und Risiken einer OP oder einer ärztlichen Behandlung geht.

Frage 28 // 9: Orientierungsstörungen
FALSCH ist Aussage B
Zu B: Falsch (deshalb anzukreuzen). Man unterteilt die Orientierung klassischerweise in vier Dimensionen, die meist in einer bestimmten Reihenfolge abgeprüft werden:  1. Orientierung zur Zeit; 2. Zum Ort. - 3. Zur Situation. – 4. Zur Person. Merkhilfe: Zà-Oà-Sà-P.