März 2025
Schriftliche Prüfung HP-Psychotherapie, 19. März 2025
Lösungen Gruppe A:
1: A+B // 2: A // 3: C // 4: C+E // 5: B // 6: B // 7: D // 8: D // 9: C // 10: D+E // 11: D //
12: B+C // 13: B+C // 14: D // 15: C // 16: A+C // 17: A // 18: A+E // 19: A // 20: B+E // 21: C+E // 22: C // 23: A+D // 24: D // 25: A+E // 26: B+C // 27: D+E // 28: B //
Lösungen Gruppe B:
1: C+E // 2: A // 3: D+E // 4: D // 5: D+E // 6: A+C // 7: D // 8: D // 9: B // 10: A // 11: A // 12: D // 13: B+C // 14: C+E // 15: A+E // 16: B+E // 17: A+E // 18: C // 19: B +C // 20: B // 21: A+D //
22: A+B // 23: C // 24: B+C // 25: C // 26: D // 27: C // 28: B //
Prüfungsfragen März 2025, Gruppe A
Lösungen & Kommentare -> bitte nach unten scrollen
1 Mehrfachauswahl. Ihre Klientin mit bipolarer Störung schildert Ihnen die Gestaltung des letzten Wochenendes. Sie gibt an, sich nach einem "Filmriss" am Freitagabend nicht mehr erinnern zu können, wie sie nach Hause gekommen sei.
Welche zwei Aussagen zum Thema Alkoholkonsum und Alkoholmissbrauch treffen zu?
□ A Zu den Symptomen einer Alkoholintoxikation gehören unter anderem Atemdepression und Unterkühlung
□ B Die Diagnose einer Alkoholintoxikation ist auch bei einem Blutalkoholspiegel von unter 1,0 Promille möglich
□ C Der Konsum von drei oder mehr Gläsern eines alkoholischen Getränkes definiert das sog. Binge-Drinking bzw. Rauschtrinken
□ D Ein riskanter Gebrauch ist nicht definiert über die Menge des konsumierten Alkohols
□ E Ein Standradglas in Deutschland entspricht 500 ml Bier bzw. 40g reinem Alkohol
2 Aussagenkombination. Welche der folgenden Arten von Bewusstseinsstörungen gehören zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen?
1. Sopor
2. Koma
3. Illusionäre Verkennung
4.. Bewusstseinseinengung
5. Bewusstseinsverschiebung
□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
3 Einfachauswahl. Eine verzweifelte Mutter kommt in Ihre Praxis und bittet Sie um Behandlung Ihres Sohnes. Der 9-jährige Junge zeige Trennungsängste und depressive Symptome seit der elterlichen Scheidung sowie schulvermeidendes Verhalten. Ein gemeinsames Sorgerecht beider Elternteile bestünde laut Mutter nach der Scheidung fort. - Welche der folgenden Aussagen trifft zu?
□ A Aufgrund des hohen Leidensdrucks der Mutter stimmen Sie der Behandlung des Kindes zu. In dem Behandlungsvertrag bzw. der Honorarvereinbarung ist die Einwilligung der Mutter als anwesende Sorgeberechtigte ausreichend.
□ B Aufgrund des hohen Leidensdrucks des Sohnes stimmen Sie der Behandlung des Kindes zu. In dem Behandlungsvertrag bzw. der Honorarvereinbarung ist die Einwilligung der Mutter als anwesende Sorgeberechtigte ausreichend.
□ C Sie lehnen die Behandlung ab, da der Kindsvater nicht der Behandlung zugestimmt hat und beide sorgeberechtigten Elternteile einer Behandlung zustimmen müssen.
□ D Sie sprechen mit dem Jungen alleine und attestieren die Einsichts- und Geschäftsfähigkeit des Jungen, daher darf er eigenständig einen Behandlungsvertrag mit ihnen abschliessen.
□ E Mit einer Bescheinigung der Schule über das neu aufgetretene Schulvermeidungsverhalten stimmen Sie einer Behandlung zu.
4 Mehrfachauswahl. Welche zwei der folgenden Substanzen verursachen keine körperliche Abhängigkeit?
□ A Opiate
□ B Benzodiazepine
□ C LSD (Lysergsäurediathylamis)
□ D Nikotin
□ E Ecstasy
5 Aussagenkombination. Ein Klient legt Ihnen seinen neurologischen Befund vor und bittet Sie, ihm die Begrifflichkeiten näher zu erläutern. Welche der folgenden Begrifflichkeiten sind korrekt zugeordnet?
1. Akinese - Bewegungsarmut
2. Mikrographie - Störung der aufrechten Körperhaltung
3. Anosmie - Störung des Gedächtnisses bis hin zum Gedächtnisverlust
4. Rigor - Lähmung der Muskulatur
5. Ruhetremor - Zitter in Ruhe
□ A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
6 Aussagenkombination. In der Verhaltenstherapie
1. sind experimentelle Befunde zur klassischen und operanten Konditionierung eine wichtige Grundlage von Modellen zur Entstehung psychischer Störungen sowie von Interventionsmethoden
2. gilt das Prinzip der klassischen Konditionierung inzwischen als veraltet und ist nur noch von untergeordneter Rolle
3. bezeichnet operante Konditionierung einen Lernprozess, bei dem die Auftretenswahrscheinlichkeit von Verhalten durch seine Konsequenzen erhöht oder erniedrigt wird.
4. ist der Begriff "Bestrafung" innerhalb des operanten Konditionierens mit einer negativen Verstärkung gleichzusetzen.
5. kommen Verstärkerpläne zum Aufbau neuen Verhaltens zum Einsatz.
□ A Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
7 Einfachauswahl. Eine Mutter kommt mit ihrem 16-jährigen Sohn zu Ihnen. Der junge Mann berichtet von wiederkehrenden Gedanken über den Tod. Beispielsweise berichtet er davon, dass er gerne an einer tödlichen Krankheit leiden würde oder eines morgens einfach nicht mehr aufwachen möchte. Was tun Sie?
□ A Sie vermeiden weiter über die Gedanken zu sprechen, um den jungen Mann nicht in den Suizid zu treiben.
□ B Sie rufen das Gesundheitsamt (untere Gesundheitsbehörde) oder die Polizei an, um eine sofortige Unterbringung des Minderjährigen zu bewirken.
□ C Sie beenden die Therapie unverzüglich, da Sie keine suizidalen Personen behandeln dürfen.
□ D Sie besprechen mit dem Patienten das Vorgehen im Falle des Auftretens suizidaler Impulse.
□ E Sie erklären der Mutter, dass sie sich keine Sorgen machen muss, da nur eine passive Suizidalität vorliegt.
8 Aussagenkombination. Welche Aussagen sind richtig?
1. Die multiple Sklerose ist die häufigste chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des ZNS.
2. Langfristige Folge eines Schädel-Hirn-Traumas kann eine Demenz sein.
3. Bei Morbus Parkinson kann es schon im Anfangsstadium zu psychischen Begleitsymptomen wie Angst, Depression und Affektlabilität kommen.
4. Medikamentös behandlungsbedürftige Migräneattacken treten am häufigsten bei Frauen nach der Menopause auf.
5. Patientinnen/Patienten, die an Epilepsie leiden, sollten auf eine ausgeglichene Lebensweise hingewiesen werden, um die Gefahr eines Anfalls zu verringern
□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
9 Aussagenkombination. Welche der folgenden Kriterien sprechen für eine Binge-Eating-Störung?
1. Neigung zu Übergewicht
2. Kontrollverlust über die Nahrungsmenge während des Essanfalls
3. Essen mit Genuss
4. Typischerweise Einsatz von gewichtsregulierenden Maßnahmen
5. Schuldgefühle nach dem übermässigen Essen
□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
10 Mehrfachauswahl. Welche zwei der folgenden Merkmale müssen zur Diagnosestellung Asperger-Autismus erfüllt sein?
□ A Geistige Behinderung
□ B Manifestation vor Vollendung des dritten Lebensjahrs
□ C Sprachentwicklungsrückstand
□ D Stereotype, repetitive Verhaltensmuster oder Interessen
□ E Störung der sozialen Interaktion
11 Einfachauswahl. Was beschreibt der Begriff "Depersonalisation"?
□ A Abwehrmechanismus, welcher die wiederkehrende Orientierung im Aussen beschreibt, z.B. um als unangenehm bewertete Empfindungen zu überspielen
□ B Die wahnhafte Fehlinterpretation einer realen Sinneswahrnehmung, welche bspw. im Rahmen eines Rauschzustands durch psychotrope Substanzen auftritt.
□ C Die abnorme oder verfremdete Wahrnehmung von anderen Personen und deren Persönlichkeit
□ D Das Gefühl vom eigenen Körper oder von eigenen Gedanken losgelöst zu sein.
□ E Die Reduzierung der Gedanken auf wenige Themen aufgrund mangelnder Repräsentation (Ich-Struktur)
12 Mehrfachauswahl. Welche Aussagen treffen in Bezug auf die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung nicht zu? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Etwa 2 bis 6 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland leiden an krankhafter Störungen der Aufmerksamkeit und an motorischer Unruhe.
□ B Zu den Hauptsymptomen gehören Ich-Störungen
□ C Die Leitlinien erlauben die Stellung der Diagnose nur vor dem 18. Lebensjahr
□ D Betroffene Patientinnen/Patienten haben ein erhöhtes Unfallrisiko
□ E Um die Diagnose stellen zu können, muss die Symptomatik in verschiedenen Lebensbereichen des Kindes (z.B. Familie, Schule und Freizeit) auftreten und diese beeinträchtigen.
13 Mehrfachauswahl. Bei welchen der folgenden Krankheiten spielt der Einsatz von Entspannungsverfahren im Rahmen eines multimodalen Behandlungsansatzes eine entscheldende Rolle?
Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Schilddrüsenunterfunktion
□ B Essentielle Hypertonie
□ C Asthma bronchiale
□ D Normäldruckhydrozephalus
□ E Akute Psychose
14 Aussagenkombination. Welche der folgenden Störungen bzw. Symptome werden als ich-synton beschrieben?
1. Anankastische Persönlichkeitsstörung
2. Maniforme Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven Störung
3. Akustische Halluzinationen im Rahmen einer paranoiden Schizophrenie
4. Zwangshandlungen im Rahmen einer Zwangsstörung
5. Wahnvorstellungen im Rahmen einer affektiven Störung
□ A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
15 Einfachauswahl. Ein 33-jähriger Klient, der seit seiner Kindheit unter Neurodermitis leidet, kommt in Ihre Praxis. Seit einigen Wochen habe sich die Symptomatik verschlechtert. Besonders in den Abendstunden trete ein massiver Juckreiz auf, der durch exzessives Kratzen kurzzeitig vermindert werden könne. Da er auch unter Einschlafstörungen leide, kratze er mittlerweile mehr, teilweise bis die Haut blutig sei.- In welcher klassisch lerntheoretischen Begrifflichkeit wird der Mechanismus der Zunahme des Problemverhaltens (Kratzen) infolge der Unterdrückung des aversiven Reizes (Juckreiz) bezeichnet?
□ A Stimuluskontrolle
□ B Negative Bestrafung (Entzugsbestrafung)
□ C Negative Verstärkung
□ D Generalisierter Strafreiz
□ E Positive Vermeidung
16 Mehrfachauswahl. Welche zwei Aussagen zum Neurotransmitter Serotonin sind richtig?
□ A Serotonin kommt im Zentralen und im peripheren Nervensystem vor.
□ B Mit der Nahrung aufgenommenes Serotonin gelangt innerhalb Von 10 Minuten über die Blut-Hirn-Schranke ins zentrale Nervensystem,
□ C Serotonin beeinflusst die Stimmung, die Körpertemperatur, die Schmerzbewertung und den Schlaf-Wach-Rhythmus.
□ D SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer). die bei der Behandlung einer
Depression eingesetzt werden, wirken ausschließlich im zentralen Nervensystem, Der Vorteil ist, dass unerwünschte Wirkungen in der Peripherie, zum Beispiel am Magen-Darm-Trakt, nicht auftreten.
□ E L-Serotonin kann als Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt werden,
17 Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen sind richtig?
□ A Die Führung der Berufsbezeichnung „Psychotherapeutin" oder „Psychotherapeut" wird durch das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geregelt. Die Ausübung Von Psychotherapie mit einer Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz berechtigt nicht zur Führung der Berufsbezeichnung „Psychotherapeut."
□ B Es besteht eine wirtschaftliche Aufklärungspflicht bezüglich der zu erwartenden Behandlungskosten.
□ C Die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) regelt verbindlich die Höhe der Vergütung für Tätigkeiten auf dem Gebiet der Psychotherapie.
□ D Privaten Versicherungen ist eine Kostenübernahme der Behandlungskosten untersagt
□ E Heilpraktikerinnen/ Heilpraktiker unterliegen der Verschwiegenheitspflicht und haben sowohl in Zivilprozessen als auch in Strafverfahren ein Zeugnisverweigerungsrecht.
18 Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Begriffe bezeichnen keine Störung der Sexualpräferenz? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Geschlechtsinkongruenz
□ B Fetischismus
□ C Sadismus
□ D Pädophilie
□ E Anorgasmie
19 Einfachauswahl. Eine wichtige Voraussetzung zur Durchführung einer Psychoanalyse ist auf Klientenseite die Fähigkeit, einerseits die Beziehung zum Psychotherapeuten in der therapeutischen Situation regressiv zu erleben, sich auf regressive Prozesse einzulassen, andererseits sich von diesen regressiven Prozessen zu distanzieren und sein Erleben zum Gegenstand der analytischen Arbeit zu machen. - Wie bezeichnet man die beschriebene 3ehandlungsvoraussetzung in der Psychoanalyse?
□ A (Therapeutische) Ich-Spaltung
□ B Selbsterfahrung
□ C Transaktionalismus
□ D Gegenübertragung
□ E Empathiefähigkeit
20 Mehrfachauswahl. Die Fetale Alkoholspektrum-Störung (Fetal Alcohol Spectrum Disorder, FASD) zählt zu den häufigsten angeborenen Behinderungen in Deutschland und tritt deutlich häufiger auf als das
chromosomal bedingte Down-Syndrom. Sie haben aufgrund Ihrer Beobachtungen und der Anamnese bei einer neuen Klientin-den Verdacht, dass sie von der FASD betroffen sein könnte. Welche Auffälligkeiten sprechen für die Diagnose FASD? - Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Hochwuchs
□ B Leichtere Gesichtsanomalien wie zum Beispiel eine schmale Oberlippe und ein glattes Philtrum
□ C Vorzeitige Pubertät (Pubertas praecox)
□ D Übergewicht im Kindesalter
□ E Störung der Exekutivfunktionen
21 Mehrfachauswahl. Welche zwei Aussagen zum Fibromygalgie-Syndrom treffen zu?
□ A Beweisend für das Vorliegen ist der Nachweis von Rheumafaktoren.
□ B Die Krankheit gehört in die Gruppe der seltenen Erkrankungen, sogenannte Orphan Diseases (weniger als 0,05 % der Bevölkerung betroffen).
□ C Ein Kernsymptom des Syndroms sind chronische Schmerzen und Schlafstörungen bzw. nicht erholsamer Schlaf und Müdigkeit.
□ D Die Krankheit ist einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gleichzusetzen
□ E Die Durchführung einer kognitiven Verhaltenstherapie ist sinnvoll.
22 Aussagenkombination. Welche Aussagen zu familientherapeutischen Ansätzen sind richtig?
1. Es wird versucht durch eine Verminderung der Symptome des erkrankten Familienmitglieds eine Besserung der gestörten zwischenmenschlichen Beziehungen herbeizuführen.
2. Die vertikale Perspektive beschreibt einen Behandlungsansatz über mehrere Generationen hinweg
3. Reframing ist eine Methode zur Umdeutung einer belastend empfundenen und beschriebenen Situation im Alltag.
4. Bei der Technik der zirkulären Befragung werden die Klienten instruiert sich gegenseitig Fragen zu stellen.
5. Die Systemische Therapie beinhaltet familientherapeutische Ansätze.
□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
23 Mehrfachauswahl. Welche zwei Aussagen zur bipolaren affektiven Störung sind richtig?
□ A Bei beiden Polen der Erkrankung können psychotische Symptome auftreten
□ B Im Zusammenhang mit dieser Störung treten keine psychosomatischen Beschwerden auf
□ C Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung schliesst die Diagnose einer bipolaren Störung aus.
□ D Eine medikamentöse Phasenprophylaxe sollte erwogen werden.
□ E Eine hypomanische Phase ist von Traurigkeit geprägt
24 Einfachauswahl. Welche Aussage zu formalen Denkstörung trifft zu?
□ A Formale Denkstörungen sind ein typisches Symptom bei Angsterkrankungen
□ B Ideenflucht findet man häufig bei Erkrankten in einer depressiven Phase
□ C Verfolgungswahn zählt zu den formalen Denkstörungen.
□ D Formale Denkstörungen treten häufig in manischen Phasen auf.
□ E Formale Denkstörungen können in der Regel nur durch konkrete Nachfrage exploriert werden.
25 Mehrfachauswahl. Bei Klienten mit Hypochondrie-findet sich oftmals sogenanntes „Checking Verhalten", dem krankheitsaufrechterhaltende Funktion zugeschrieben wird. Welche der folgenden Beispiele fallen am ehesten unter „Checking Verhalten"? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A Ein Klient mit Angst vor Hautkrebs tastet leicht gerötete Hautstellen wiederholt ab, um deren Beschaffenheit zu testen.
□ B Ein Klient mit Angst vor Hodenkrebs vermeidet sexuelle Kontakte, um nicht zu sehr mit seiner Angst konfrontiert zu werden.
□ C Ein Klient mit Angst vor Magenkrebs sucht im Internet Informationen über die Zusammensetzung von Nahrungsmitteln.
□ D Eine Klientin mit Angst vor Brustkrebs fragt häufig ihre Mitbewohnerin. ob diese ihr wirklich versprechen könne, dass sie keinen Brustkrebs habe.
□ E Eine Klientin mit Angst vor Kehlkopfkrebs Schluckt morgens nach dem Aufwachen mehrfach, um die Funktionsweise des Kehlkopfes zu überprüfen.
26 Mehrfachauswahl. Welche zwei Aussagen zur Behandlungsmethode "Eye Movement Desensitization and Reprocessing" treffen zu?
□ A Die Wirkung der Intervention basiert auf der tiefen Absenkung des Bewusstseins.
□ B Ziel ist die fokussierte Bearbeitung von negativen, dysfunktionalen Kognitionen.
□ C Es wird zur Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen eingesetzt.
□ D Die Wirkung wird auf die Stimulation Von Hirnstamm und Kleinhirn zurückgeführt
□ E Es ist eine hoch wirksame Therapiemethode ohne Risiken und Nebenwirkungen.
27 Mehrfachauswahl. Welche zwei der folgenden Aussagen sind falsch?
□ A Die Hypophyse ist Teil der Stressachse.
□ B Im Rahmen einer Kleinhirnschädlgung kann eine Ataxie auftreten.
□ C Im Stammhirn liegt das Regulationszentrum für Atmung und Kreislauf.
□ D Das Gehirn besitzt Schmerzrezeptoren.
□ E Im limbischen System, speziell im Hippokampus, wird die Feinmotorik gesteuert
28 Aussagenkombination. Eine 33-jährige Frau berichtet Ihnen, dass sie unter Einschlafstörungen leide.Welche der folgenden Verhaltensweisen können Sie der Frau empfehlen, damit sich deren Schlafhygiene verbessert?
1. Eine Stunde Vor dem Schlafengehen mindestens 20 Minuten lang Sport treiben mit einer Pulsfrequenz von mindestens 130 Schlägen pro Minute
2. Eine Uhr im Schlafzimmer aufstellen damit sie kontrollieren kann, wann sie einschläft
3. Keinen Mittagsschlaf halten
4. Immer Zur gleichen Zeit morgens aufstehen, unabhängig Von der Dauer des Nachtschlafs
5. Die Person sollte nachts im Schlafzimmer bleiben, auch wenn sie nicht müde ist
□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig
HPP-Prüfung 25-1: Lösungsteil mit Kommentaren
1 Alkohol: A+B sind richtig
□ A Zu: Alkohol erweitert die Blutgefässe und fördert so die Unterkühlung. Und: Hohe Dosen Alkohol schwächen das Atemzentrum im Gehirn. Die Folge: Eine Verlangsamung der Atmung (Atemdepression/ Bradypnoe).
2 Quantitativen Bewusstseinsstörungen: A: Nur 1+2 sind richtig?
3 Sorgerecht. Richtig ist C
□ C Eine Behandlung kann erst dann begonnen werden, wenn rechtswirksam in die Behandlung
eingewilligt wurde. Bei Minderjährigen müssen beide sorgeberechtigten Elternteile zustimmen.
4 Keine körperliche Abhängigkeit bei C LSD und E Ecstasy
5 Neurologie: B: Nur 1 und 5 sind richtig.
Zu 1. Akinese - Bewegungsarmut
Zu 2. Falsch: Mikrographie = kleine Schrift
Zu 3. Falsch: Anosmie = Riechstörung
Zu 4. Falsch: Rigor = Starre der Muskulatur durch gesteigerte Grundspannung
Zu 5. Ruhetremor - Zittern in Ruhe
6 Verhaltenstherapie: □ B Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
Zu 4: Negative Verstärkung = Belohnung durch Reduktion eines negativen Reizes
7 Suizid:
□ D Der Patient ist NICHT akut suizidgefährdet. Deshalb: Sie besprechen mit dem Patienten das Vorgehen im Falle des Auftretens suizidaler Impulse.
8 MS - SHT - Parkinson: □ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
9 Binge Eating: □ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
10 Asperger: D+E sind richtig
□ D Stereotype, repetitive Verhaltensmuster oder Interessen
□ E Störung der sozialen Interaktion
11 Depersonalisation
□ D Das Gefühl vom eigenen Körper oder von eigenen Gedanken losgelöst zu sein.
12 ADHS: Nicht zutreffend:
□ B Zu den Hauptsymptomen gehören Ich-Störungen
□ C Die Leitlinien erlauben die Stellung der Diagnose nur vor dem 18. Lebensjahr
13 Entspannungsverfahren:
□ B Essentielle Hypertonie (Bluthochdruck)
□ C Asthma bronchiale
14 Ich-synton □ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
Kommentar: Als ich-ich-synton bezeichnet man einen Zustand, bei dem eine Person ihre Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen als zu ihrem Ich gehörend erlebt. Sie werden nicht als fremd oder störend empfunden, selbst wenn sie im Rahmen einer psychischen Störung auftreten (z.B. Manie, Depression, Schizophrenie) und von außenstehenden Personen als abweichend wahrgenommen werden.
Zu 4. Zwangshandlungen werden als ich-dyston empfunden (nicht dem eigenen Ich entsprechend)
15 Neurodermitis
□ C Negative Verstärkung: Das Kratzen wird durch die Verminderung des Juckens verstärkt
16 Neurotransmitter
□ A Serotonin kommt im Zentralen und im peripheren Nervensystem vor.
□ C Serotonin beeinflusst die Stimmung, die Körpertemperatur, die Schmerzbewertung und den Schlaf-Wach-Rhythmus.
17 Rechtliches:
□ A Die Führung der Berufsbezelchnung "Psychotherapeutin" oder "Psychotherapeut" wird durch das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geregelt. Die Ausübung Von Psychotherapie mit einer Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz berechtigt nicht zur Führung der Berufsbezeichnung "Psychotherapeut."
□ B Es besteht eine wirtschaftliche Aufklärungspflicht bezüglich der zu erwartenden Behandlungskosten.
Zu E: Im Gegensatz zum Arzt haben Heilpraktiker kein Zeugnisverweigerungsrecht über beruflich anvertraute Tatsachen vor Gericht ( § 53 Strafprozeßordnung ).
18 Keine Störung der Sexualpräferenz bei
□ A Geschlechtsinkongruenz
□ E Anorgasmie (fehlende Fähigkeit zum Orgasmus)
19 Regression:
□ A (Therapeutische) Ich-Spaltung: Der von Freud geprägte Begriff beinhaltet, das beide am Prozess Beteiligte in der Lage sein müssen, einerseits regressives Erleben zuzulassen und andererseits auch einen beobachtenden Standpunkt einzunehmen. Die Fähigkeit zur therapeutischen Ich-Spaltung des Patienten ermöglicht es ihm, frühere wie auch aktuelle Gefühle in der Therapie intensiv zu erleben und in anderen Phasen der Behandlung diese mit grösserer Distanz zu betrachten und zu verstehen.
20 FASD: B und E sind richtig
Kommentar: Die Symptome eines Fetalen Alkohol-Spektrum-Störung können von Person zu Person variieren, je nachdem, wie viel und in welchem Stadium der Schwangerschaft die Mutter Alkohol konsumiert hat. Typische Anzeichen einer FASD bei Neugeborenen wie auch im späteren Lebensalter sind eine geringe Körpergröße (Kleinwuchs), Untergewicht und bestimmte Gesichtsmerkmale wie ein weiter Augenabstand, eine flache Mittelrinne zwischen Nase und Mund (glattes Philtrum) und eine schmale Oberlippe. In der Folge treten häufig Entwicklungsverzögerungen auf wie Intelligenzminderung, Lernstörungen u.a.m. Auch Störungen der Exekutivfunktionen sind typisch. Damit sind Kontrollmechanismen des Gehirns gemeint, die unsere Handlungen steuern und uns dazu befähigen, Probleme zu lösen. Dazu gehören u.a. die Regulation von Emotionen, die Fokussierung von Aufmerksamkeit, die Planung von Tätigkeiten und Abläufen, das Zeitmanagement und auch die Hemmung von Verhaltensweisen, die für die Bewältigung einer Aufgabe störend sein können.
21 Fibromyalgie
□ C Ein Kernsymptom des Syndroms sind chronische Schmerzen und Schlafstörungen bzw. nicht-erholsamer Schlaf und Müdigkeit.
□ E Die Durchführung einer kognitiven Verhaltenstherapie ist sinnvoll.
22 Familientherapie. □ C Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
Zu 2. Die vertikale Perspektive beschreibt einen Behandlungsansatz über mehrere Generationen hinweg (= Genogramm). Durch die Erfassung der Familiengeschichte über mehrere Generationen können wiederkehrende Muster und ungelöste Konflikte identifiziert werden, die möglicherweise zur Entstehung der aktuellen Probleme beitragen.
Zu 3. Reframing: Umdeutung einer als belastend beschriebenen/empfundenen Situation im Alltag.
Zu 5. Die Systemische Therapie beinhaltet familientherapeutische Ansätze.
23 Bipolare Störung
□ A Bei beiden Polen der Erkrankung können psychotische Symptome auftreten
□ D Eine medikamentöse Phasenprophylaxe sollte erwogen werden.
24 Formale Denkstörungen
□ D Formale Denkstörungen treten häufig in manischen Phasen auf.
25 Checking-Verhalten bei Hypochondrie: A+E sind richtig
Kommentar: Checking-Verhalten = wiederholende Selbstbeobachtung/Selbstüberprüfung von körperlichen Funktionen
□ A Angst vor Hautkrebs: tastet leicht gerötete Hautstellen wiederholt ab
□ E Kehlkopfkrebs: Schluckt morgens nach dem Aufwachen mehrfach, um....
26 EMDR.
□ B Ziel ist die fokussierte Bearbeitung von negativen, dysfunktionalen Kognitionen.
□ C Es wird zur Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen eingesetzt.
27 Neurologie. Falsch sind:.
□ D Das Gehirn besitzt KEINE Schmerzrezeptoren.
□ E Im limbischen System, speziell im Hippocampus, wird NICHT die Feinmotorik gesteuert
28 Einschlafstörungen: □ B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
Zu 3: Keinen Mittagsschlaf halten
Zu 4: Immer zur gleichen Zeit morgens aufstehen, unabhängig Von der Dauer des Nachtschlafs