Schriftliche Prüfung HP-Psych vom Oktober 2014

Die Lösungen finden Sie im Anschluss an die Prüfungsfragen. Bitte bei Bedarf nach unten scrollen.

Frage 1 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu selbstverletzenden Verhaltensweisen in der Adoleszenz treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Selbstverletzendes Verhalten ist untypisch bei Borderlinestörungen
□ B Vor dem 14. Lebensjahr sind keine selbstverletzenden Verhaltensweisen zu beobachten
□ C Jungen sind seltener betroffen als Mädchen
□ D Sie haben oft eine affekt- und spannungsregulierende Funktion
□ E Selbstverletzendes Verhalten in der Adoleszenz weist grundsätzlich auf eine schwere psychische Störung im Erwachsenenalter hin

Frage 2 (P 14-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur histrionischen Persönlichkeitsstörung treffen zu?

(1) Fühlt sich unwohl, wenn er/sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht
(2) Die Interaktion mit anderen ist oft durch ein unangemessen verführerisches oder provokantes Verhalten charakterisiert
(3) Zeigt einen rasch wechselnden und oberflächlichen Gefühlsausdruck
(4) Versucht die eigene körperliche Erscheinung aus dem Blickpunkt zu nehmen
(5) Dramatisierung bezüglich der eigenen Person, Theatralisches Verhalten
□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

Frage 3 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Sie vermuten bei einem 80-jährigen Patienten, der Ihnen wegen Gedächtnisstörungen vorgestellt wird, eine Demenz vom Alzheimer Typ. Welche der folgenden Symptome stützen Ihren Verdacht bei der Differentialdiagnose? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Seit einem Jahr bestehende Störungen der Merkfähigkeit
□ B Rechtsseitige Gesichtslähmung nach mehreren Schlaganfällen
□ C Rasche Verschlechterung innerhalb weniger Tage
□ D Keine qualitative Bewußtseinsstörung
□ E Anamnestisch bekannter langjähriger übermäßiger Alkoholkonsum

Frage 4 (P 14-2): Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu Die Aussage eines Patienten: „Neulich im Bus sah ich, wie einige Fahrgäste miteinander tuschelten. Ich wusste sofort, dass sie dies taten, um mich zu verhexen“ bezeichnet am ehesten eine

□ A Zwangsstörung
□ B Wahnwahrnehmung
□ C optische Halluzination
□ D Illusion
□ E Gegenübertragung

Frage 5 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Ein Patient wird von seinem Psychiater mit Lithium behandelt. An welche der folgenden psychischen Erkrankungen müssen Sie am ehesten denken? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Hirnorganisches Psychosyndrom
□ B Manie
□ C Intelligenzminderung
□ D Alkoholkrankheit
□ E Bipolare affektive Störung

Frage 6 (P 14-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Faktoren, die bei der Erstmanifestation einer Schizophrenie hinsichtlich der Prognose als eher günstig gelten, sind:

(1) Heftige Begleitaffekte
(2) Unterstützende Familie
(3) Akuter Krankheitsbeginn
(4) Schleichender Krankheitsbeginn
(5) Auftreten von Schizophrenie bei nahen Angehörigen
□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

Frage 7 (P 14-2): Einfachauswahl. Welche der nachfolgenden Beschreibungen charakterisiert am ehesten ein Tourette-Syndrom?
□ A Partielle oder vollständige Amnesie für kürzlich traumatisierende oder belastende Ereignisse
□ B Die Unfähigkeit einem ständigen Impuls zum Haareausreißen zu widerstehen
□ C Das offensichtliche oder scheinbare Vorhandensein von zwei oder mehreren Persönlichkeiten bei einem Individuum
□ D Auftreten von motorischen Tics kombiniert mit vokalen Tics mit explosivem und wiederholtem Räuspern, Grunzen und Gebrauch von obszönen Wörtern
□ E Qualitative Beeinträchtigung bei der sozialen Interaktion sowie eingeschränkte, sich wiederholende, stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivität

Frage 8 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Zwangsstörung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Für die eindeutige Diagnose sollen die Symptome mindestens zwei Monate lang nachweisbar sein
□ B Zwangsgedanken treten weit überwiegend bei Frauen auf
□ C Die Zwangsgedanken werden vom Betroffenen als unangenehm erlebt
□ D Die Zwangsgedanken werden als von außen eingegeben empfunden
□ E Der Krankheitsbeginn liegt meist in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter

Frage 9 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Sie vermuten bei einer Patientin eine Anorexia nervosa. Welche der genannten anamnestischen Angaben oder Befunde stützen Ihren Verdacht? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A BMI 22kg/m²
□ B Körpergröße 1,65m, Gewicht 38kg
□ C Bluthochdruck
□ D Teerstuhl
□ E Einnahme von Abführmitteln

Frage 10 (P 14-2): Einfachauswahl. Welche Aussage zur Behandlung psychisch Kranker trifft zu?

□ A Psychisch Kranke mit akuter Psychose werden für mindestens 10 Wochen zwangsweise in einer psychiatrischen Fachklinik untergebracht
□ B Psychisch Kranke mit einer schizophrenen Psychose können bei akuter Selbstgefährdung auch gegen ihren Willen in die Fachklinik eingewiesen werden
□ C Chronisch psychisch Kranke können auch vom Heilpraktiker gegen ihren Willen in eine Fachklinik eingewiesen werden
□ D Ein Heilpraktiker mit allgemeiner Erlaubnis darf keine Patienten mit seelischen Krankheiten behandeln
□ E Chronisch psychisch Kranken werden vom Psychiater grundsätzlich auf ein injizierbares Depot-Neuroleptikum eingestellt

Frage 11 (P 14-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Gedächtnisstörungen trifft (treffen) zu?
(1) Störungen des Kurzzeitgedächtnisses sprechen gegen eine alkoholbedingte Korsakow-Psychose
(2) Störungen der Merkfähigkeit treten bei affektiven Störungen nicht auf
(3) Eine retrograde Amnesie ist der Verlust der Erinnerung an den Zeitraum, der nach einem Ereignis (z.B. Unfall) lag
(4) Bei Konfabulationen füllt ein Patient Erinnerungslücken mit Einfällen, die er selber für Erinnerungen hält
(5) Paramnesien (Wahn- oder Trugerinnerungen) beinhalten das falsche Wiedererkennen von Situationen
□ A Nur die Aussage4 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

Frage 12 (P 14-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Diagnosen oder Verhaltensweisen zählen nach ICD-10 zu den abnormen Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle?
(1) Pyromanie
(2) Dissoziative Störung
(3) Fetischismus
(4) Pathologische Glücksspiel
(5) Kleptomanie
□ A Nur die Aussagen 1,2 und 3 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

Frage 13 (P 14-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zum Asperger-Syndrom treffen zu?

(1) Es erkranken deutlich mehr Mädchen als Jungen
(2) Bei den Betroffenen besteht meist eine Intelligenzminderung
(3) Die Sprache ist gut entwickelt, aber in kommunikativer Form gestört
(4) Vorliegen von Spezialinteressen bei gestörter Beziehungsfähigkeit
(5) Die Kinder zeichnen sich durch eine geschickte Motorik aus
□ A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 14 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Welche der genannten Personengruppen haben ein höheres Risiko für einen Tod durch Suizid?? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Personen mit Polytoxikomanie
□ B Frauen die in ländlichen Wohngebieten wohnen
□ C Menschen mit bipolarer affektiver Störung
□ D Mädchen in einem Alter zwischen 8 und 10 Jahren
□ E Verheiratete

Frage 15 (P 14-2) Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Störungen gehören zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Benommenheit
□ B Verwirrtheit
□ C Sopor
□ D Bewusstseinseinengung
□ E Halluzinationen

Frage 16 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Hebephrenie treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Das Krankheitsbild ist unter anderem gekennzeichnet durch ungeordnetes Denken, weitschweifige Sprache sowie verantwortungsloses und unvorhersehbares Verhalten
□ B Halluzinationen und Wahn bestimmen das klinische Bild
□ C Eindeutige und anhaltende Verflachung oder Inadäquatheit des Affekts können zwar in leichter Form vorkommen, bestimmen aber nicht das klinische Bild
□ D Der Beginn der Erkrankung liegt meist zwischen der Pubertät und der Mitte des 3. Lebensjahrzehntes
□ E Die Störung wird meist rasch erkannt da Halluzinationen, Wahnideen und katatone motorische Erscheinungen im Vordergrund stehen

Frage 17 (P 14-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Zur Positivsymptomatik bei Schizophrenie gehören:

(1) Halluzinationen
(2) Wahn
(3) Denkzerfahrenheit
(4) Affektverflachung
(5) Erregtheit
□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 18 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu Benzodiazepinen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Kurz wirksame Benzodiazepine führen deutlich langsamer zu einer Toleranzentwicklung als länger wirksame Benzodiazepine
□ B Im Gegensatz zum Alkoholentzug treten beim Entzug von Benzodiazepinen keine vegetativen Symptome auf
□ C Nach Absetzen von Benzodiazepinen können Krampfanfälle auftreten
□ D Charakteristisch für den Entzug ist ein ausgeprägtes Müdigkeitsgefühl
□ E Ältere Patienten können paradox auf Tranquilizer mit Erregungszuständen, Schlaflosigkeit oder feindseligem Verhalten reagieren

Frage 19 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Symptome zählen zu den Ich-Störungen? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Gedankendrängen
□ B Gedankenausbreitung
□ C Gedankenabreißen
□ D Gedankenentzug
□ E Gedankenblockierung

Frage 20 (P 14-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden therapeutischen Techniken gehören zu den typischen verhaltenstherapeutischen Verfahren?

(1) Reizkonfrontation
(2) Training sozialer Kompetenz
(3) Zirkuläres Fragen
(4) Kognitive Therapie
(5) Genogramm (graphische Darstellung der Familie)
□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 21 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur schizoaffektiven Störung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
□ A Sowohl affektive als auch schizophrene Symptome treten in derselben Krankheitsphase auf
□ B Affektive und schizophrene Symptome treten nur in unterschiedlichen Krankheitsphasen auf
□ C Die Langzeitprognose ist deutlich schlechter als bei der Schizophrenie
□ D Sowohl manische als auch depressive Symptome können auftreten
□ E Ich-Störungen treten nicht auf

Frage 22 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen für delirante Syndrome treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Sie beginnt schleichend (Wochen)
□ B Typisch ist eine Orientierungsstörung bei klarem Bewusstsein
□ C Es ist auch an eine Stoffwechselstörung zu denken
□ D Beim Alkoholentzugsdelir treten Halluzinationen jeglicher Wahrnehmungsqualität auf
□ E Es handelt sich um eine irreversible Psychose

Frage 23 (P 14-2): Einfachauswahl. Ein Patient mit Spinnenphobie soll mit „Flooding“ (Reizüberflutung) behandelt werden. Bei welcher der folgenden Erkrankungen ist diese Behandlung mit besonderen Risiken verbunden?

□ A Krampfadern an den Beinen
□ B Koronare Herzkrankheit
□ C Chronische Alkoholkrankheit mit längerer Abstinenz
□ D HIV-Infektion
□ E Nikotinabhängigkeit

Frage 24 (P 14-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu? Die Behandlungsbefugnis von Inhabern einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Heilpraktikererlaubnis beinhaltet grundsätzlich

(1) die Anwendung von Hypnose
(2) die Anwendung wissenschaftlich anerkannter Psychotherapieverfahren
(3) die Feststellung einer psychischen Erkrankung
(4) die Stellung einer Diagnose im Sinne der ICD-10
(5) die Verordnung von rezeptpflichtigen Psychopharmaka
□ A Nur die Aussage 1 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

Frage 25 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Schizophrenie treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Die Suizidrate ist hoch (ca. 5-15%)
□ B Durch eine mehrmonatige neuroleptische Therapie lassen sich Rezidive dauerhaft verhindern
□ C Bei Patienten mit schizophrenem Residuum besteht für Heilpraktiker Behandlungsverbot
□ D Bei chronischem Verlauf stehen häufig kognitive Störungen und sozialer Rückzug im Vordergrund der Symptomatik
□ E Bei einer Erstmanifestation einer akuten Schizophrenie besteht für Heilpraktiker Meldepflicht

Frage 26 (P 14-2): Mehrfachauswahl. Wählen Sie zwei Antworten. – Akustische Halluzinationen treten typischerweise auf bei

□ A Paranoider Schizophrenie
□ B Alkoholhalluzinose
□ C Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter
□ D Hypochondrischer Störung
□ E Paranoider Persönlichkeitsstörung

Frage 27 (P 14-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Symptome können bei manischen Phasen einer manisch-depressiven Psychose (bipolare affektive Störung) häufig beobachtet werden?

(1) Fehlendes Krankheitsgefühl
(2) Leibliche Beeinflussungserlebnisse
(3) Ideenflucht
(4) Vermindertes Schlafbedürfnis
(5) Gesteigerte sexuelle Aktivität
□ A Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 28 (P 14-2): Einfachauswahl. Welche Aussage zum Begriff „Inkohärenz im Denken“, der im psychopathologischen Befund verwendet werden kann, trifft zu?

□ A Auffüllen von Erinnerungslücken mit frei erfundenen Faktoren, die für Erinnerungen gehalten werden
□ B Haftenbleiben an bestimmten Vorstellungen und Gedanken, die zuvor verwendet wurden
□ C Sprunghaftes Denken, Fehlen logischer und assoziativer Verknüpfungen im Gedankengang
□ D Schleppender, verzögert ablaufender und für den Patienten mühsamer Gedankengang
□ E Unkorrigierbar falsche Beurteilungen der Realität aus einer Stimmung des Unheimlichen und Vieldeutigen heraus

Lösungen 2014-2 (HP Psychotherapie)

Ausführliche Kommentare zu den Lösungen der vorausgehenden Prüfungen finden Sie in meinen Lernkarten mit Original-Prüfungsfragen der Jahre 2004 bis 2014 (Elsevier-Verlag, 2015).

Lös. 1 (P 14-2): Selbstverletzendes Verhalten. C+D sind richtig.
Lös. 2 (P 14-2): Histrionische PS. E 2, 3 und 5 sind richtig
Lös. 3 (P 14-2): DD bei Alzheimer. A und D sind richtig
Lös. 4 (P 14-2): B ist richtig.
Lös.  (P 14-2): Lithium. B und E sind richtig.

Lös. 6 (P 14-2): Prognose Schizophrenie. A 1, 2 und 3 sind richtig
Lös. 7 (P 14-2): Tourette-Syndrom. D ist richtig. ICD-10: „Multiple motorische Tics und ein oder mehrere vokale Tics“ (z.B. Räuspern, Grunzen, Gebrauch von obszönen Wörtern)

Lös. 8 (P 14-2): Zwangsstörung. C und E sind richtig.

Lös. 9 (P 14-2): B und E sind richtig. Zu C: Falsch. Bei Magersucht ist der Blutdruck erniedrigt.

Lös. 10 (P 14-2): B ist richtig. Zu C: Falsch. Verantwortlich für eine Unterbringung ist die Kreisverwaltungsbehörde in Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Betreuungsgericht.

Lös. 11 (P 14-2): Gedächtnisstörungen. C 4 und 5 sind richtig
Lös. 12 (P 14-2): Störungen der Impulskontrolle. C 1, 4 und 5 sind richtig.

Lös. 13 (P 14-2): C 3 und 4 sind richtig. zu 5: Falsch. ICD-10: „Motorische Ungeschicklichkeit ist ein übliches (aber kein notwendiges) diagnostisches Merkmal.“

Lös. 14 (P 14-2): Suizidrisiko. A und C sind richtig

Lös. 15 (P 14-2) Quantitative Bewusstseinsstörung. A und C sind richtig
zu B+D: Verwirrtheit (= Bewusstseinstrübung) und Bewusstseinseinengung zählen zu den qualitativen Bewusstseinsstörungen.

Lös. 16 (P 14-2): Hebephrenie. A und D sind richtig. zu C: Falsch. Genau lesen! Verflachung oder Inadäquatheit des Affekts (z.B. läppisches, manieriertes Verhalten) sind typisch!

 

Lös. Frage 17 (P 14-2): Positivsymptomatik. D 1, 2, 3 und 5 sind richtig

zu 3: Die Denkzerfahrenheit kommt dadurch zustande, dass die Patienten ein „Zu-Viel“ an Gedanken produzieren, so dass der Gedankenfluss ständig unterbrochen oder in neue Richtungen gelenkt wird. Die formale Denkstörung „Denkzerfahrenheit“ zählt deshalb zu den Positivsymptomen.

Lös. 18 (P 14-2): Benzodiazepine. C und E sind richtig. zu E: Richtig. Die paradoxe Reaktion kann sich in Hyperaktivität, Erregungszuständen und aggressivem Verhalten äußern.

Lös. Frage 19 (P 14-2): Ich-Störungen. B und D sind richtig.

Lös. Frage 20 (P 14-2): Techniken der Verhaltenstherapie. B 1, 2 und 4 sind richtig
zu 3: Falsch. Zirkuläres Fragen ist eine Technik der systemischen Familientherapie. Hierbei werden Gefühle oder Verhaltensweisen, die z.B. Person A als Folge des Verhaltens von B entwickelt, nicht direkt von Person A erfragt, sondern von einer dritten Person. Beispiel: „Sag mal Lena, was glaubst du, was dein Vater fühlt, wenn deine Mutter so ausrastet?“

Lös. Frage 21 (P 14-2):schizoaffektive Störung. A+D sind richtig
Lös. Frage 22 (P 14-2): delirante Syndrome. C und D sind richtig. zu D: Richtig. Typisch sind zwar optische Halluzinationen. Laut ICD-10 können aber auch andere Halluzinationen auftreten.

Lös. Frage 23 (P 14-2): Spinnenphobie. B ist richtig.
Lös. Frage 24 (P 14-2): Behandlungsbefugnis. E 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
Lös. Frage 25 (P 14-2): Schizophrenie. A und D sind richtig.- Zu C: Falsch. Begleitend (in Zusammenarbeit mit einem Psychiater) darf ein Heilpraktiker für Psychotherapie mit den Betroffenen arbeiten, z.B. mit Verhaltenstherapie oder soziotherapeutischen Maßnahmen.

Lös. Frage 26 (P 14-2): Halluzinationen. A und B sind richtig. zu E: Falsch. Psychotische Symptome wie Halluzinationen gibt es nicht bei Persönlichkeitsstörungen. Nicht verwechseln! Paranoid heißt hier: extrem misstrauisch.

Lös. Frage 27 (P 14-2): Manie. E 1, 3, 4 und 5 sind richtig

Lös. Frage 28 (P 14-2): Inkohärenz. C ist richtig. zu C: Beschrieben wird hier die Zusammenhanglosigkeit (= Inkohärenz) im Denken und Reden, die auch als "Denkzerfahrenheit" bezeichnet wird. . Die Gedanken der Betroffenen sind nicht logisch verknüpft, die Sprache ist bruchstückhaft und unverständlich. Die formale Denkstörung „Inkohärenz“ ist typisch für schizophrene Erkrankungen.

616 Originalprüfungsfragen mit ausführlichen Kommentaren zu jeder richtigen und jeder falschen Lösung