Schriftliche Prüfung vom Oktober 2013 (Gruppe A)

Die Lösungen finden Sie im Anschluss an die Prüfungsfragen. Bitte bei Bedarf nach unten scrollen.

Ausführliche Kommentare zu allen Antwortmöglichkeiten finden Sie in meinen Lernkarten mit Original -Prüfungsfragen der Jahre 2004 bis 2014 (Elsevier-Verlag, Juni/Juli 2015).

Frage 1 (P 13-2): Einfachauswahl. Menschen, die ihre Angelegenheiten aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht mehr selbst regeln können, benötigen in vielen Fällen eine rechtliche Betreuung, Bei welcher Erkrankung ist im langfristigen Verlauf am ehesten die Errichtung einer rechtlichen Betreuung erforderlich?

□ A Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
□ B Senile Demenz
□ C Asperger-Syndrom
□ D Anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung
□ E Somatisierungsstörung

Frage 2 (P 13-2): Einfachauswahl. Welche Aussage zur Manie trifft zu?

□ A Psychotherapie steht im Vordergrund der Behandlung
□ B Die Patienten erkranken in der Regel erst im Alter über 60 Jahre
□ C Es besteht ein erhöhtes Schlafbedürfnis
□ D Psychotische Symptome sind mit der Diagnose einer Manie vereinbar
□ E Größenideen kommen bei der Manie nicht vor

Frage 3 (P 13-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Symptome gehören typischerweise zur Korsakow-Psychose (organisches amnestisches Syndrom)?

(1) Ataxie
(2) Desorientierung
(3) Konfabulation
(4) Bewusstseinsstörungen
(5) Gedächtnisstörungen

□ A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

Frage 4 (P 13-2): Einfachauswahl. Welches Kriterium ist kennzeichnend für die psychotische Störung Alkoholhalluzinose?

□ A Bewusstseinsstörung
□ B Auftreten im Alkoholentzug
□ C Akustische Halluzinationen
□ D Extreme Bewegungsunruhe
□ E Taktile Halluzinationen

Frage 5 (P 13-2): Mehrfachauswahl. Ein 20-jähriger Mann kommt in Begleitung seiner Eltern zu Ihnen. Sie denken aufgrund der Angaben der Eltern und des auffallenden Verhaltens während des Gespräches an eine hebephrene Schizophrenie. Welche Befunde oder anamnestischen Angaben stützen Ihren Verdacht? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Leichtgradige Intelligenzminderung
□ B Beginn der Auffälligkeiten bei der Einschulung
□ C Flache, unpassende Stimmung
□ D Zunehmende Antriebsminderung
□ E Seit einem Monat anhaltende gedrückte Stimmung

Frage 6 (P 13-2): Einfachauswahl. Wie lange müssen die Symptome bei einer Dysthymia für eine Diagnosestellung (nach ICD-10) mindestens bestehen?

□ A 1 Monat
□ B 6 Monate
□ C 1 Jahr
□ D 2 Jahre
□ E 5 Jahre

Frage 7 (P 13-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Symptome sind bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) häufig zu beobachten?

(1) Nachhallerinnerungen
(2) Vermeidungsverhalten
(3) Emotionale Abgestumpftheit
(4) Vegetative Übererregtheit
(5) Sozialer Rückzug

□ A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 8 (P 13-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Zwangsstörungen treffen zu?

(1) Zwangsstörungen können zu sozialer Isolierung führen
(2) Zwangsgedanken werden von den Betroffenen meist als sinnlos erlebt
(3) Beim Versuch Zwangshandlungen zu unterlassen, treten innere Anspannung und Angst auf
(4) Antidepressiva können die Symptome einer Zwangsstörung bessern
(5) Zwangsimpulse sind gefährlich, da es hierdurch häufig zu Verletzungen kommt

□ A Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 9 (P 13-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Aufmerksamkeits- defizit/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Eine Behandlung mit kognitiver Verhaltenstherapie ist eine Therapieoption
□ B Die Krankheit kommt bei Erwachsenen so gut wie nie vor
□ C Bei der medikamentösen Therapie werden Psychostimulanzien eingesetzt
□ D Die Krankheit ist bei Mädchen deutlich häufiger als bei Jungen
□ E In Deutschland sind mehr als 30 % aller Kinder und Jugendlichen davon betroffen

Frage 10 (P 13-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) für die bipolare affektive Störung (manisch-depressive Krankheit) nach ICD-10 zu?

(1) Manische Episoden dauern in der Regel zwischen 2 Wochen und 4-5 Monaten
(2) Charakteristisch bei der bipolaren affektiven Erkrankung ist eine weitgehende bis vollständige Besserung zwischen den Episoden
(3) Von der Erkrankung sind überwiegend Männer betroffen
(4) Manische Episoden beginnen in der Regel abrupt (rasch, innerhalb weniger Tage)
(5) Depressive Phasen der bipolaren Störung tendieren zu längerer Dauer als manische Phasen, selten allerdings länger als ein Jahr

□ A Nur die Aussage 1 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3, und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 11 (P 13-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zum Suizid treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Ein Suizid ist nach deutschem Recht als Straftat einzustufen
□ B Zur Verhinderung einer suizidalen Handlung können Zwangsmaßnahmen erforderlich werden
□ C Die Suizidalität sollte bei dem entsprechenden Verdacht offen angesprochen werden
□ D Psychische Erkrankungen stellen ein gering erhöhtes Risiko für eine suizidale Handlung dar
□ E Suizide werden in den seltensten Fällen angekündigt

Frage 12 (P 13-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Morbus Parkinson trifft (treffen) zu?

(1) Das Krankheitsbild kann mit einer depressiven Symptomatik verwechselt werden
(2) Bei Parkinsonerkrankung entwickelt sich sehr selten eine Demenz
(3) Beim Gangbild sind große Schritte und ein lebhaftes Mitschwingen der Arme typisch
(4) Eine Parkinsonsymptomatik kann durch Psychopharmaka ausgelöst werden
(5) Psychotherapeutische Verfahren haben vor allem bei psychischen Begleitsymptomen eine Bedeutung

□ A Nur die Aussage 3 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 13 (P 13-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Störungen gehören zu den formalen Denkstörungen? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Denkverlangsamung
□ B Überwertige Ideen
□ C Verarmungswahn
□ D Ideenflucht
□ E Hypochondrischer Wahn

Frage 14 (P 13-2): Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu? Bei der erstmalig auftretenden paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie

□ A ist die Klarheit des Bewusstseins beeinträchtigt
□ B sind die intellektuellen Fähigkeiten akut herabgesetzt
□ C ist der Betroffene oftmals überzeugt, seine innersten Gedanken seien anderen bekannt
□ D herrschen Schuldgefühle vor
□ E sind Selbstverletzungen typisch

Frage 15 (P 13-2): Einfachauswahl. Welche Aussage zum Autogenen Training trifft zu?

□ A Das Verfahren ist durch willentliche und bewusste An- und Entspannung von Muskelgruppen charakterisiert
□ B Ziel ist ein Entspannungszustand mit möglichst geringer Abhängigkeit vom anleitenden Therapeuten
□ C Ziel ist eine konzentrative Amnesie
□ D Bei akut psychotischen Patienten wirkt es sich günstig auf die Gespanntheit aus
□ E Das Autogene Training ist die Methode der Wahl zum Abbau von Zwangshandlungen

Frage 16 (P 13-2): Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu? – Bei der Agoraphobie hat sich folgendes Psychotherapieverfahren als am wirksamsten erwiesen?

□ A Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (Biographiearbeit)
□ B Die Klienten zentrierte Psychotherapie nach Rogers
□ C Die Verhaltenstherapie (systematische Desensibilisierung, Flooding)
□ D Die Gestalttherapie (Psychodrama)
□ E Die dialektisch-behaviorale Therapie nach Linehan (Skillstraining)

Frage 17 (P 13-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur zwangsweisen Unterbringung eines psychisch Kranken treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Ein zur Ausübung der Heilkunde im Gebiet der Psychotherapie berechtigter Heilpraktiker kann eine Unterbringung seines psychisch Kranken anordnen
□ B Eine mehrwöchige Unterbringung bedarf eines Gerichtsbeschlusses
□ C Die Unterbringung eines psychisch Kranken kann nur in Kliniken für Forensische Psychiatrie erfolgen
□ D Bei zwangsweiser Unterbringung werden die psychisch Kranken in der Regel für mehrere Tage am Bett fixiert
□ E Unterbringungsbedürftig sind psychisch Kranke, die krankheitsbedingt sich selbst oder andere erheblich gefährden, wenn die Gefahr nicht auf anderem Wege abgewendet werden kann.

Frage 18 (P 13-2): Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu? Bei einem 17-jährigen Gymnasiasten verschlechtern sich die Schulleistungen zusehends. Er vernachlässigt seine bisherigen Interessen und Hobbys. Oftmals fallen gerötete Augen auf. Sie vermuten als Ursache am ehesten

□ A eine Persönlichkeitsstörung
□ B akustische Halluzinationen
□ C eine Angststörung mit Vermeidungsverhalten
□ D chronischen Cannabiskonsum
□ E eine autistische Störung

Frage 19 (P 13-2): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur primären Enuresis treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Nach bereits erworbener Blasenkontrolle über 6 Monate tritt wieder Einnässen auf
□ B Familiäre Häufung wird nur selten beobachtet
□ C Primäre Enuresis ist definiert als unwillkürliches Einnässen ohne somatischen Befund über das 5. Lebensjahr hinaus
□ D Der Verlauf zeigt eine hohe Spontanheilungsrate
□ E Am häufigsten tritt sie tagsüber auf (Enuresis diurna)

Frage 20 (P 13-2): Einfachauswahl. Welche der genannten Auffälligkeiten ist bei einer chronischen Schizophrenie am häufigsten anzutreffen?

□ A Drohungen oder Gewalttätigkeiten
□ B Gesellschaftlich peinliches Verhalten
□ C Sozialer Rückzug
□ D Depression
□ E Vermehrte Aktivität

Frage 21 (P 13-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zum Delir treffen zu?

(1) Bei einem Delir liegt ein akuter, oft vital bedrohlicher Zustand vor
(2) Ein typisches Symptom ist eine komatöse Bewusstseinslage
(3) Typisch sind Desorientiertheit, optische Sinnestäuschungen und Situationsverkennung
(4) Delirien treten nur bei Suchtkranken auf
(5) Ein Delir sollte stationär behandelt werden

□ A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 22 (P 13-2): Einfachauswahl. Eine 45-jährige Frau mit der Diagnose einer akuten Belastungsreaktion kommt zu Ihnen mit dem Wunsch das Autogene Training zu erlernen. Im Rahmen der Anamneseerhebung schildert sie Ihnen, heute Morgen sei sie sogar dermaßen im Stress gewesen, dass ihr für einige Minuten schwarz auf dem rechten Auge geworden und ihr beim Abspülen ein Teller aus der Hand gefallen sei. – Welche Maßnahme ist hier vordringlich erforderlich?

□ A Die Erhebung der vollständigen soziobiographischen Anamnese
□ B Psychoedukation zu den theoretischen Konzepten von Stress und Burnout
□ C Beginn der Einübung des Autogenen Trainings mit der Vermittlung der Schwereübung
□ D Die Herstellung einer tragfähigen therapeutischen Beziehung
□ E Fachärztliche Abklärung

Frage 23 (P 13-2): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Angststörungen treffen zu?

(1) Agoraphobie kommt häufig kombiniert mit einer Panikstörung vor
(2) Die Symptome der sozialen Phobie können sich bis zur Panikattacke steigern
(3) Das wesentliche Kennzeichen der Panikstörung sind wiederkehrende schwere Angstattacken, die sich auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken
(4) Das wesentliche Symptome der generalisierten Angststörung sind variabel. Beschwerden wie ständige Nervosität, Zittern, Schwitzen oder Oberbauchbeschwerden gehören zu diesem Bild.
(5) Schlüsselsymptom bei der Agoraphobie ist das Auftreten von Angst bei Fehlen einer sofort nutzbaren Fluchtmöglichkeit

□ A Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 24 (P 13-2): Einfachauswahl. Welche Aussage zu frühkindlichem Autismus trifft zu?

□ A Bei autistischen Kindern beeindruckt zunächst die ausgeprägte Emotionalität
□ B Autistische Kinder schließen in Intelligenztests besonders gut in Sub-Tests für sprachliche Fähigkeiten ab
□ C Häufig wird die Störung beim Besuch der Schule aufgedeckt und äußert sich schon in den ersten Unterrichtswochen durch fehlenden emotionalen Kontakt
□ D Zum Aufbau von positiven oder normalen Fertigkeiten wie Blickkontakt und Sprachbenutzung werden besonders häufig operante Methoden eingesetzt
□ E Repetitives und autoaggressives Verhalten kommen selten vor

Frage 25 (P 13-2): Einfachauswahl. Was versteht man unter Pavor nocturnus?

□ A Gehäuft auftretende nächtliche Albträume mit detaillierter Erinnerung an die erschreckenden Trauminhalte
□ B Schlafwandeln
□ C Eine Form von Hypersomnie, die häufig bei depressiven Störungen auftritt
□ D Nächtliche Episoden von Furcht und Panik mit heftigem Schreien, Bewegungen und autonomer Erregung
□ E Eine besonders bei Frauen und älteren Menschen auftretende erhöhte Angst vor Schlaflosigkeit

Frage 26 (P 13-2): Einfachauswahl. Welche Aussage zur schizoiden Persönlichkeitsstörung trifft zu?

□ A Übertriebene Empfindlichkeit bei Rückschlägen und Zurücksetzung
□ B Übermäßige Vorliebe für einzelgängerische Beschäftigungen
□ C Sehr geringe Frustrationstoleranz und niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten
□ D Streitsüchtiges und beharrliches, situationsunangemessenes Bestehen auf eigenen Rechten
□ E Übermäßige Pedanterie und Befolgung von Konventionen

Frage 27 (P 13-2): Mehrfachauswahl. Welche Symptome sind typische Merkmale des somatischen Syndroms im Rahmen einer depressiven Episode? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Anhaltende Kopfschmerzen
□ B Gewichtszunahme
□ C Deutlicher Libidoverlust
□ D Häufiges Wasserlassen
□ E Morgentief

Frage 28 (P 13-2): Mehrfachauswahl. Bei einem Ihrer Patienten besteht eine Herzneurose (somatoforme autonome Funktionsstörung). Welche der folgenden Informationen/Empfehlungen geben Sie dem Patienten? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Eine Herzneurose führt zu organischen Veränderungen am Herzen
□ B Die regelmäßige Einnahme von Benzodiazepinen zur Beruhigung ist unbedenklich
□ C Es sollte häufig ein Elektrokardiogramm (EKG) angefertigt werden
□ D Bei subjektivem Leidensdruck ist eine Psychotherapie sinnvoll
□ E Bei gleichzeitiger depressiver Verstimmung ist die Einnahme eines Antidepressivums eventuell sinnvoll

Prüfung 2013-2: Lösungen

Frage 1 (Betreuung): Richtig ist B: Senile Demenz = Demenz ab einem Alter von 65
Frage 2 (Manie): Richtig ist D: - Zu D: Bei der manischen Episode mit psychotischen Symptomen gibt es z.B. akustische Halluzinationen in Du-Form oder einen Größenwahn.

Frage 3 (Korsakow-Syndrom = amnestisches Syndrom): □ E Nur 2, 3 und 5 sind richtig.
Zu 1: Ataxie (z.B. Torkeln) findet sich bei der Wernicke Enzephalopathie, nicht beim amnestischen Syndrom. - Zu 2, 4, 5: Als Folge der Störungen des Kurzzeitgedächtnisses haben die Betroffenen Orientierungsstörungen, sind dabei aber bewusstseinsklar.

Frage 4 (Alkoholhalluzinose): Richtig ist C: AKUSTISCHE Halluzinationen.
Frage 5: (Hebephrenie): □ C+ D sind richtig.
Frage 6 (Dysthymia): □ D ist richtig (Mindestdauer 2 Jahre)
Frage 7 (Symptome einer PTBS): E Alle Aussagen sind richtig.
Frage 8 (Zwangsstörungen): □ D 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
Frage 9 (ADHS): □ A+C sind richtig.
Frage 10 (bipolare Störung): □ D: nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
Zu 3: Falsch! Männer und Frauen sind in etwa gleich häufig betroffen. Die anderen Aussagen sind richtig.

Frage 11 (Suizid): B und C sind richtig

Frage 12 (Morbus Parkinson): D: nur 1, 4 und 5 sind richtig. - Zu A: Viele Jahre vor Ausbruch der Erkrankung leiden Betroffene als Folge des Dopaminmangels oft an Depressionen. Überdies kann die Bewegungsarmut und die erstarrte Mimik Symptome einer depressiven Episode vortäuschen, die in diesem Fall jedoch neurologisch bedingt sind. - Zu 4: Bei der Behandlung mit Neuroleptika kommt es langfristig oft zum sog. „Parkinsonoid“. Die Symptome verschwinden allerdings beim Absetzen der Medikation.- Zu 5: Psychotherapeutische Verfahren dienen vorwiegend dazu, bei den sozialen und persönlichen Folgen der Erkrankung zu helfen.

Frage 13 (formale Denkstörungen): Richtig sind A+D. Kommentar: Überwertige Ideen (B) und alle Formen von Wahn (C+E) zählen zu den inhaltlichen Denkstörungen.

Frage 14 (Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie): □ C ist richtig.
Frage 15 (AT):Richtig ist B.
Frage 16 (Therapie bei Agoraphobie): □ C ist richtig. - Zu E: Die dialektisch-behaviorale Therapie nach Linehan wird vor allem bei der Therapie der Borderline-Störung eingesetzt.

Frage 17 (Zwangseinweisung): B + E sind richtig.
Frage 18 (Der Gymnasiast mit geröteten Augen): □ D ist richtig.
Frage 19 (Primäre Enuresis): □ C + D sind richtig.

Frage 20 (chronische Schizophrenie): C ist richtig. - Kommentar: Zu den chronischen Schizophrenien zählt z.B. die Schizophrenia simplex oder das schizophrene Residuum. Die Symptome ähneln zwar einer Depression, der Krankheitsverlauf ist jedoch nicht phasenhaft, sondern durchgehend über Jahre vorhanden.

Frage 21 (Delir):□ B 1, 3 und 5 sind richtig - Zu 4: Falsch! Ein Delir tritt z.B. auch nach schweren Operationen auf, oder im Zusammenhang mit einer Demenz. Es zählt dann zum „Delir, nicht durch Alkohol oder psychotrope Substanzen bedingt“.

Frage 22 (Fallgeschichte): □ E ist richtig.
Frage 23 (Angststörungen): □ D Nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
Frage 24 (Autismus): □ D ist richtig. (operante Verfahren = Belohnungslernen)
Frage 25 (Pavor nocturnus): □ D ist richtig.
Frage 26 (schizoide PS): □ B ist richtig
Frage 27 (somatisches Syndrom): □ C+E sind richtig.
Frage 28 (Herzneurose): D+E sind richtig.

Prüfungsfragen 2004-2014

616 Originalprüfungsfragen mit ausführlichen Kommentaren zu jeder richtigen und jeder falschen Lösung