Schriftliche Prüfung vom März 2013

Die Lösungen finden Sie im Anschluss an die Prüfungsfragen. Bitte bei Bedarf nach unten scrollen.

Zu den wichtigsten Fragen gibt es im Lösungsteil Kurzkommentare. Ausführliche Kommentare zu jeder richtigen oder falschen Antwort finden Sie in meinen Lernkarten (Elsevier-Verlag)

Frage 1 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Verfahren zählen zu den Psychotherapieverfahren?

(1) Hypnose
(2) Gestalttherapie
(3) Lichttherapie
(4) Psychodrama
(5) EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 2 (P 13-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Kriterien (nach ICD 10) werden für die Diagnose einer Demenz vorausgesetzt? Wählen Sie zwei Antworten.

□ A Die Symptome müssen beim Stellen der endgültigen Diagnose mindestens 6 Monate vorhanden sein
□ B Es muss ein Intelligenzquotient (IQ) von 70 oder niedriger vorliegen
□ C Der Patient muss mindestens 60 Jahre alt sein
□ D In einer bildgebenden Diagnostik müssen organische Veränderungen nachgewiesen sein
□ E Es besteht eine Abnahme des Gedächtnisses und des Denkvermögens

Frage 3 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Symptome stellen den Trias des Korsakow-Syndroms dar?

(1) Akinese
(2) Krampfanfall
(3) Merkfähigkeitsstörung
(4) Desorientiertheit
(5) Konfabulation

□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3, und 4 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 4 (P 13-1): Einfachauswahl. Wie lange müssen die spezifischen Symptome bei einer paranoiden Schizophrenie für die Diagnosestellung nach der ICD-10 mindestens bestehen?

□ A 1 Tag
□ B 1 Woche
□ C 1 Monat
□ D 1 Jahr
□ E 2 Jahre

Frage 5 (P 13-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zum somatischen Syndrom bei depressiver Episode (nach ICD-10) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Gewichtsverlust ist ein typisches Merkmal des somatischen Syndroms
□ B Frühmorgendliches Erwachen spricht gegen ein somatisches Syndrom
□ C Psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit ist ein Merkmal des somatischen Syndroms
□ D Bei schwerer depressiver Episode ist das somatische Syndrom normalerweise nicht vorhanden
□ E Bei der rezidivierenden depressiven Störung fehlen charakteristischerweise Symptome eines somatischen Syndroms

Frage 6 (P 13-1): Einfachauswahl. Ein junger Mann leidet außerhalb seiner familiären Umgebung beim Umgang mit kleinen Gruppen immer unter der Angst, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen und ein peinliches Verhalten zu zeigen. Welche Diagnose liegt am ehesten vor?

□ A Abhängige Persönlichkeitsstörung
□ B Autistische Störung
□ C Soziale Phobie
□ D Asperger-Syndrom
□ E Agoraphobie

Frage 7 (P 13-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Ereignisse sind am ehesten als Auslöser für eine posttraumatische Belastungsstörung anzusehen? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Scheidung
□ B Schwerer Autounfall
□ C Chronische Krankheit eines Angehörigen
□ D Ansehen von Gewaltvideos
□ E Erleben von schwerer körperlicher Gewalt

Frage 8 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Zwangsstörungen treffen zu?

(1) Als Zwangsgedanken können gewalttätige Inhalte auftreten
(2) Die Lebenszeitprävalenz für das Auftreten einer Zwangsstörung liegt bei etwa 15%
(3) Von einer Zwangsstörung spricht man auch dann, wenn die Symptomatik in einem Zusammenhang mit einer anderen psychischen Störung, z.B. Schizophrenie, steht
(4) Zwangsstörungen zeigen häufig eine Tendenz zur Chronifizierung
(5) Zwangsgedanken werden vom Patienten als eigene Gedanken erkannt

□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 4, und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 9 (P 13-1): Mehrfachauswahl. Wie lassen sich Waschzwänge mit Hilfe der Verhaltenstherapie behandeln? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Exposition mit Reaktionsverhinderung
□ B Rückversicherung durch den Therapeuten, dass keine Gefahr besteht
□ C Vermehrtes Händewaschen, um eine Extinktion (Löschung des Verhaltens) zu erzielen
□ D Vermeidung von Reizen, die das Waschverhalten auslösen
□ E Analyse von Gedankenmustern und Befürchtungen

Frage 10 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Essstörungen trifft (treffen) zu?

(1) Exzessive sportliche Betätigung kann ein Krankheitssymptom sein
(2) Zu den Essstörungen (nach ICD-10) gehören insbesondere die Anorexia nervosa und die Bulimia nervosa
(3) Bei der Bulimia nervosa besteht eine ausgeprägte Körperschemastörung
(4) Bei der Anorexia nervosa besteht ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl
(5) Risikofaktoren für eine Essstörung sind u.a mangelndes Selbstwertgefühl und sozialer Rückzug

□ A Nur die Aussage 2 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 11 (P 13-1): Einfachauswahl. Eine histrionische Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) ist unter anderem durch folgende Begriffe definiert:

□ A Grobe und andauernde Verantwortungslosigkeit und Missachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen
□ B Übermäßige Inanspruchnahme durch Fantasie und Introspektion
□ C Ausgeprägte Sorge, in sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden
□ D Rigidität und Eigensinn
□ E Dramatisierung bezüglich der eigenen Person, theatralisches Verhalten, übertriebener Ausdruck von Gefühlen

Frage 12 (P 13-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen für eine Lese- und Rechtschreibstörung (nach ICD-10) zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Soziale und emotionale Anpassungsprobleme stehen mit einer Lese- und Rechtschreibstörung in keinem Zusammenhang
□ B Die Leseleistung muss unter dem Niveau liegen, das aufgrund des Alters, der allgemeinen Intelligenz und Beschulung zu erwarten wäre
□ C Eine umschriebene Entwicklungsstörung des Sprechens und der Sprache geht der Lese- und Rechtschreibstörung häufig voraus
□ D Ein Defizit des Leseverständnisses ist typischerweise nicht vorhanden
□ E Die Störung tritt im Rahmen einer allgemeinen Intelligenzminderung auf

Frage 13 (P 13-1): Einfachauswahl. Welche Aussage zur systematischen Desensibilisierung trifft zu?

□ A Sie ist Methode der Wahl zum Abbau von Zwangshandlungen
□ B Sie ist bei Kindern und Jugendlichen kontraindiziert
□ C Sie findet bei Phobien Anwendung
□ D In der Regel wird sie mit der Gabe von Antidepressiva kombiniert
□ E Es handelt sich um ein tiefenpsychologisches Verfahren

Frage 14 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität trifft (treffen) zu?

(1) Schizophrene junge Männer haben ein erhöhtes Suizidrisiko
(2) Durch den gesteigerten Antrieb zu Beginn einer antidepressiven Therapie wird das Suizidrisiko stark vermindert
(3) Durch das Fragen nach Suizidgedanken bringt man jemanden geradezu darauf und löst eine Suizidhandlung aus, zu der es ansonsten nicht gekommen wäre
(4) In Deutschland steigt die Suizidrate im höheren Lebensalter an
(5) Frauen unternehmen häufiger Suizidversuche als Männer

□ A Nur die Aussage 2 ist richtig
□ B Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 15 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Mögliche Symptome der Anorexia nervosa sind:

(1) Sekundäre Amenorrhö
(2) Body-Mass-Index (BMI) von 20 kg/m²
(3) Karies
(4) Gebrauch von Diuretika
(5) Selbst induziertes Erbrechen

□ A Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 16 (P 13-1): Einfachauswahl. Eine Ihrer Patientinnen nimmt wegen einer Depression einen Selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmer (SSRI, z.B. Citalopram, Paroxetin, Sertralin) ein. Bei welcher zusätzlichen Selbstmedikation muss vor allem mit einem erhöhten Auftreten von Nebenwirkungen gerechnet werden?

□ A Jod
□ B Lavendel
□ C Baldrian
□ D Johanniskraut
□ E Hopfen

Frage 17 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Zu den Abwehrmechanismen zählen:

(1) Symboldeuten
(2) Rationalisierung
(3) Verschiebung
(4) Gedankensperrung
(5) Isolierung

□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 18 (P 13-1): Einfachauswahl. An welche(n) Erkrankung/Zustand ist bei einem Alkoholkranken in erster Linie zu denken, der optische Halluzinationen beschreibt?

□ A Korsakow-Syndrom
□ B Einfacher Rausch
□ C Delirium Tremens
□ D Alkoholhalluzinose
□ E Wernicke-Enzephalopathie

Frage 19 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson kommt in Betracht bei/als:

(1) Patienten mit Schlafstörungen
(2) Patienten mit akuter Schizophrenie
(3) Training für Angstbewältigung
(4) Patienten mit chronischen Schmerzen
(5) Patienten mit arterieller Hypertonie

□ A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 3, 4, und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 20 (P 13-1): Einfachauswahl. Welche Denkstörung ist typisch für eine manische Episode ohne psychotische Symptome?

□ A Gedankenentzug
□ B Grübeln
□ C Perseveration
□ D Ideenflucht
□ E Denkhemmung

Frage 21 (P 13-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zum Betreuungsrecht treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Die Einrichtung einer Betreuung ist identisch mit der früheren Praxis der Entmündigung
□ B Fremdgefährdung ist eine Voraussetzung für eine betreuungsrechtliche Unterbringung
□ C Gegen den freien Willen eines Volljährigen darf ein Betreuer nicht bestellt werden
□ D Das Vorliegen einer psychischen Erkrankung stellt eine zwingende Voraussetzung für die Einrichtung einer Betreuung dar
□ E Eine Betreuung kann eingerichtet werden, wenn der Betroffene ganz oder teilweise nicht in der Lage ist, seine Angelegenheiten zu besorgen

Frage 22 (P 13-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur wahnhaften Störung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Besonders bei jungen Patienten sind anhaltende akustische Halluzinationen typisch
□ B Die Wahninhalte können manchmal lebenslang bestehen
□ C Bei den Wahninhalten kann es sich oft um einen Verfolgungswahn oder einen Größenwahn handeln
□ D Charakteristisch sind rasch wechselnde Wahnvorstellungen ohne inhaltlichen Bezug
□ E Außerhalb der den Wahn betreffenden Lebensbereiche bestehen meist ausgeprägte Auffälligkeiten des Affektes, der Sprache und des Verhaltens

Frage 23 (P 13-1): Einfachauswahl. Eine Patientin von Ihnen klagt über körperliche Symptome, für die keine organischen Ursachen gefunden werden können. Welches Merkmal muss für die Diagnose einer Somatisierungsstörung (nach ICD-10) erfüllt sein?

□ A Die Beschwerden sind auf ein bestimmtes Organ bzw. einen bestimmten Bereich begrenzt
□ B Die Patientin zeigt Symptome der Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit
□ C Die Beschwerden bestehen seit maximal 6 Monaten
□ D Die Beschwerden stammen aus multiplen Symptombereichen
□ E Die Patientin gibt an, davon überzeut zu sein, an einer schwerwiegenden, fortschreitenden Krankheit zu leiden.

Frage 24 (P 13-1): Einfachauswahl. Eine 38-jährige Büroangestellte berichtet Ihnen, seit etwa 5 Jahren sehr häufig unter einer trüben und traurigen Stimmung zu leiden. Sie fühle sich erschöpft und könne nachts schlecht einschlafen. Sie würde vermehrt grübeln. Sie gehe stets zur Arbeit, aber ungern. – Welche Erkrankung oder Störung liegt hier wahrscheinlich vor?

□ A Multiple Persönlichkeitsstörung
□ B Dysthymia
□ C Zyklothymia
□ D Somatisierungsstörung
□ E Schwere depressive Episode

Frage 25 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zum Asperger-Syndrom treffen zu?

(1) Es ist vor allem durch Schwäche in den Bereichen der sozialen Interaktion und Kommunikation gekennzeichnet
(2) Die Intelligenz ist in den meisten Fällen normal ausgeprägt
(3) Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen
(4) Die ersten Auffälligkeiten treten bereits in den ersten Lebensmonaten zu Tage
(5) Die betroffenen Kinder fallen durch extreme Sprachentwicklungsstörung auf

□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 26 (P 13-1): Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Als formale Denkstörungen gelten:

(1) Gedankenausbreitung
(2) Gedankenabreißen
(3) Neologismen (Wortneubildungen)
(4) Gedankenentzug
(5) Ideenflucht

□ A Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Frage 27 (P 13-1): Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Symptome sind typisch für die schizoide Persönlichkeitsstörung? – Wählen Sie zwei Antworten!

□ A Gedankenausbreitung
□ B Emotionale Kühle
□ C Paranoide Vorstellungen
□ D Andauernde Besorgtheit
□ E Mangelndes Gespür für gesellschaftliche Regeln

Frage 28 (P 13-1): Einfachauswahl. Welche Aussage zur Hebephrenie trifft zu?

□ A Die Hebephrenie ist eine Erkrankung, die sich bereits vor der Pubertät – meist mit 4 bis 5 Lebensjahren – manifestiert
□ B Charakteristisch für die Hebephrenie sind die akustischen Halluzinationen, die von Vorschulkindern oft als singende Chöre beschrieben werden
□ C Die Hebephrenie zählt zu den x-chromosomal vererbbaren Erkrankungen und wird somit vorwiegend auf weibliche Nachkommen vererbt
□ D Bei der Hebephrenie bleiben das Bewusstsein und die Orientierung in den allermeisten Fällen erhalten
□ E Die Hebephrenie hat nach der Pubertät eine gute Prognose

gute Prognose

Prüfung März 2013 (Gruppe A): Kommentierte Lösungen (ohne Gewähr)

Frage 1 (Psychotherapieverfahren): □ D Nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig
Frage 2 (Diagnose einer Demenz): □ A und E sind richtig. - zu D: Die Diagnose erfolgt zunächst meist mit Testverfahren (z.B. Zeichnen eines Uhren-Ziffernblatts).

Frage 3 (Korsakow-Syndrom = amnestisches Syndrom): □ E Nur 3, 4 und 5 sind richtig. zu 1: Akinese = Bewegungsarmut oder Bewegungslosigkeit. Häufig bei Parkinson-Erkrankung. - zu 2: Keine Krampfanfälle! Nicht verwechseln mit dem Delir! - Alle anderen Symptome sind richtig

Frage 4 (Mindestdauer Schizophrenie): □ C ist richtig (Mindestdauer 1 Monat = 4 Wochen)
Frage 5: (Somatisches Syndrom bei depressiver Episode): □ A+ C sind richtig. zu D: Bei einer schweren depressiven Episode sind die Symptome des somatischen Syndroms automatisch vorhanden, müssen bei der Diagnose deshalb nicht mehr gesondert genannt werden.

Frage 6 (Soziale Phobie): □ C ist richtig

Frage 7 (Auslöser für eine PTBS): □ B+E sind richtig. A+C sind Auslöser für eine Anpassungsstörung. D: Das Anschauen von Gewaltvideos führt dazu, dass die Betroffenen sich an die Gewalt gewöhnen, gegenüber Gewalt abstumpfen. Also: Keine Flashbacks, keine Hypervigilanz etc.

Frage 8 (Zwangsstörungen): □ C Nur 1, 4 und 5 sind richtig.
Zu 2: Die Lebenszeitprävalenz liegt bei 2-3 %. Prävalenz = Krankheitshäufigkeit.

Frage 9 (VT bei Waschzwängen): □ A+E sind richtig. - zu A: Exposition = Konfrontation mit dem Angstauslösenden Reiz, z.B. dem Berühren der Türklinke; Reaktionsverhinderung: die normale Reaktion ist Waschend er Hände - das wird verhindert, der Klient soll die Angst aushalten lernen. - B+D: Das ist das Gegenteil von „Aushalten-Lernen“ - C: ein vermehrtes Händewaschen wird von Therapeuten manchmal im Sinne einer paradoxen Intervention eingesetzt und führt dann zu einem verstärkten Bewusstwerden der Zwangshandlung, auf keinen Fall jedoch zu einer Extinktion = Löschung des Händewaschens. - zu E: Das ist typisch für die kognitive Verhaltenstherapie.

Frage 10 (Essstörungen): □ D: nur 1, 2 und 5 sind richtig.
Frage 11 (Histrionische Persönlichkeitsstörung): Aussage E ist richtig.
Frage 12 (Lese- u. Rechtschreibstörung): B+C sind richtig.
Zu A: Legastheniker haben als Folge ihrer Störung oft soziale und emotionale Probleme . Zu C: Die Aussage steht so in der ICD-10: die Betroffenen haben (bei normaler oder überdurchschnittl¬icher Intelligenz) oft eine Entwicklungsstörung des Sprechens und der Sprache.

Frage 13 (Systematische Desensibilisierung): C ist richtig.
Frage 14 (Suizidalität): □ C nur 1, 4 und 5 sind.
Frage 15 (Anorexie): □ E nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig

Frage 16 (SSRI + Johanniskraut): □ D ist richtig. Kommentar: Bei Citalopram, Paroxin etc. wird durch Wechselwirkung mit Johanniskraut die Serotoninkonzentration im Zentralnervensystem erhöht, was bei höherer Dosierung zu einem lebensbedrohlichen Serotonin-Syndrom führen kann mit Symptomen einer schweren Grippe, Übelkeit, Erbrechen, Ataxie, manchmal auch deliranten Zuständen und Krampfanfällen.

Frage 17 (Abwehrmechanismen): D nur 2, 3 und 5 sind richtig.
Frage 18 (Optische Halluzinationen + Alkoholkrankheit): □ C ist richtig.
Frage 19 (Progressive Muskelentspannung): □ D nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
zu 2: Entspannungsverfahren verstärken die psychotischen Symptome und sind bei Schizophrenie oder akuten Psychosen kontraindiziert.

Frage 20 (Manie): D ist richtig: Ideenflucht (= typische formale Denkstörung bei der Manie)
Frage 21 (Betreuungsrecht): □ C+E sind richtig.
Frage 22 (wahnhafte Störung): □ B+C sind richtig. - Kommentar: Meist handelt es sich um EINEN Wahn (D ist falsch), der jahrelang anhält. Die Betroffenen sind im normalen Leben unauffällig (E ist falsch), psychotische Symptome wie Halluzinationen oder Ich-Störungen dürfen nicht ausgeprägt sein, sonst wäre es eine Schizophrenie.

Frage 23 (Somatisierungsstörung): D ist richtig - zu A: das wäre eine somatoforme Schmerzstörung.- zu B: Das wären Symptome einer (eventuell larvierten) Depression.

Frage 24 (Dysthymia): □ B ist richtig.
Frage 25 (Asperger Syndrom): □ A nur 1 und 2 sind richtig.
Frage 26 (Formale Denkstörungen): □ D nur 2, 3 und 5 sind richtig.
Frage 27 (schizoide Persönlichkeitsstörung): □ B + E sind richtig.
Frage 28 (Hebephrenie): D ist richtig.